Unsere Ziele

Eine sinnvolle und gedeihliche Gemeinderatsarbeit kann nur erfolgen, wenn man bereit ist, seine Ideen und Gedanken zum Wohle der Bürger einzubringen und wenn möglich auch durchzusetzen.

Vieles konnte in der abgelaufenen Legislaturperiode erreicht werden. Mit der bevorstehenden Wahl stehen wir nun vor neuen Aufgaben, die sicher nicht immer leicht zu bewältigen sein werden. Und gerade deshalb kommt es darauf an, welche Personen die Geschicke der Gemeinde in Zukunft gestalten.

Das Aufgabenfeld wird nach wie vor breit gefächert sein und es wird darauf ankommen, mit Einsatz und Tatkraft eine sinnvolle Arbeit zum Wohle unserer Bürger zu leisten. Es gilt abzuwägen, über die Dringlichkeit der einzelnen Projekte, aber auch die Bereitschaft auch einmal nein zu sagen, obwohl die eine oder andere Entscheidung nicht so populär ist.

Was werden bzw. können unsere Ziele und Aufgaben für die Zukunft, also für die nächsten 6 Jahre sein:

  • Maßvolles Ausweisen von Bauland für junge Familien, um unsere Kindergärten und Schulen auch in Zukunft auszulasten. Natürlich ist das nur möglich bei Grundverfügbarkeit zu vernünftigen Preisen.

Wünschenswert wäre natürlich, wenn es uns gelingen würde, den Innenbereich der Orte (Zolling, Palzing, Oberappersdorf) nachzuverdichten, z. B. aufgelassene bzw. nicht mehr benutzte landwirtschaftliche Gebäude. Dies ist natürlich nur möglich mit der Bereitschaft der Eigentümer. Ein schöner Nebeneffekt wäre, dass der Flächenverbrauch eingeschränkt werden könnte. Bei den wenigen Grundstücken, die es wohl gibt, sind intensive Gespräche notwendig.

  • Ansiedeln von passenden Gewerbebetrieben

Soll heißen: wir brauchen z. B. nicht zwingend einen 4. Supermarkt oder Betriebe, die ein hohes Verkehrsaufkommen erzeugen, wenig Arbeitsplätze schaffen und dennoch kaum Gewerbesteuer zahlen.

Wichtig wären zusätzliche Betriebe um nicht dauerhaft letztlich hauptsächlich nur von einem Betrieb abhängig zu sein.

Was es bedeutet, wenn auf Grund von Firmenumstrukturierung keine Gewerbesteuer mehr bezahlt wird, müssen wir derzeit leidvoll erfahren.

  • Überwachung des ruhenden und fließenden Verkehrs

an neuralgischen Stellen in den Ortschaften, aber auch Durchgangsstraßen wie in Palzing und Appersdorf. Leider zieht sich die Polizei aus diesen Bereichen immer mehr zurück. Keinesfalls soll es eine Abzocke unserer Bürger sein. Ich glaube, alleine die Tatsache, dass der Verkehr überwacht wird, würde schon Einiges bewirken.

Eine zielgerichtete bzw. öftere  Auswertung der an vielen Stellen aufgestellten Geschwindigkeitsmessgeräte mit Zähleinrichtung würde sicher Aufschluss über neuralgische Bereiche ergeben. Die Ergebnisse sollten den Bürgern bekannt gemacht werden.

  • Belebung des Bürgerhauses

z. B. durch einen Kulturreferenten bzw. Kulturausschuss. Hier könnte durch die Organisation ein Wesentliches an Mehr auf die Beine gestellt werden, unter anderem ein Konzept wie der Bürgersaal ohne Lokal genutzt werden kann und die Suche nach einem geeigneten Pächter wesentlich intensiviert werden könnte. Seit nahezu 2 Jahren gibt es einen Kulturausschuss, leider hat er noch nicht getagt.

  • Weitere Umsetzung von Vorschlägen aus der Bürgerbeteiligung aus dem Jahr 2005

Eine Vielzahl von Vorschlägen und Ideen schlummern seitdem vor sich hin. Gestaltung und Schaffung von Rad- und Wanderwegen, Infrastrukturmaßnahmen, Freizeit und Erholung, Wasserwirtschaft insbesondere Hochwasserschutz, aber auch Umweltschutz, sind nur einige Themen, die im 30-seitigen Entwicklungsplan mit den Arbeitskreisen, die seinerzeit viele Stunden dafür aufgewendet haben, weitergeführt werden müssen. Zudem sollte der Gemeinderat bei zukünftigen Beschlüssen diesen Themen noch mehr Beachtung schenken.

  • Unterstützen der Jugend- Familien- und Seniorenarbeit

Speziell im Bereich der Familienarbeit könnte ich mir gut vorstellen, einen Kinderarzt in Zolling zu haben. Neben unserer Gemeinde könnte sicher der nördliche Landkreis davon profitieren. Vielleicht wären ja die Räume in der Moosburger Straße (Schlecker) dazu geeignet. Einen Antrag werden wir im GR jedenfalls stellen. Ein Seniorenbeauftragter sollte seitens der Gemeinde ernannt werden

  • Unterhalt und Ausbau der Infrastruktur

z. B. Kläranlagen und Kanäle, der Straßen, Rad- und Wanderwege

– Radweg von Palzing nach Haindlfing, langwierige      Grundstücksverhandlungen sind hoffentlich abgeschlossen

– zweckentfremdete gemeindl. Feldwege sind in Verbindung mit der Katasterneuvermessung zurückzuführen

– Radweg von Palzing nach Helfenbrunn, Straßenbauamt würde ihn bauen, jedoch ist der Grunderwerb von der Gemeinde durchzuführen

– Im Zuge der Nordostumfahrung Freising B 301 bei Erlau müssen wir darauf drängen, dass das fehlende Teilstück des Radweges von der „Kuhbrücke“  bis Tüntenhausen fertig gestellt wird.

Im Übrigen sind wir (der ges. GR) nach wie vor dagegen, dass die Trasse durch Erlau geführt wird

–  Zur Infrastruktur gehört im Übrigen auch entlang der B 301 im Bereich der Ortsdurchfahrt von Zolling aufgrund des stetig steigenden Verkehrsaufkommens ein vernünftiger Lärmschutz.

Völlig unverständlich ist die Maßnahme des Straßenbauamts, ohne ersichtlichen Grund in diesem Bereich sämtliche Sträucher bodengleich zu entfernen, denn neben einem vielleicht geringen Lärmschutz haben sie sicher einen Sichtschutz gegeben

  • Ablehnung der 3. Startbahn

Neben den vorherigen Aussagen zu diesem Thema sollten wir auch aus Solidarität mit den wirklich Betroffenen in einem Boot sitzen.

Außerdem kann man heute nicht sagen, wie sich dieses Thema in ferner Zukunft entwickelt. Nehmen wir nur das stets steigende Verkehrsaufkommen und den Siedlungsdruck mit all seinen Auswirkungen

  • Verbesserung Hochwasserschutz im Gemeindebereich

Und darüber hinaus, denn ein Großteil des Wasseranfalls entsteht nämlich außerhalb. Das letztjährige Hochwasser, zum Teil mit großen Schäden, zwingt uns förmlich dazu!

Hierzu einige mögliche Maßnahmen:

Integrale Hochwasserschutzkonzepte und Gewässerentwicklungskonzepte mit Gewässerstrukturkartierung an Nebenbächen der Amper wurden von 6 ILE-Gemeinden in Auftrag gegeben und bereits in der GR-Sitzung am 5. März 2013 vorgestellt. Es bezieht sich auf den Siechenbach, Flitzingerbach, Hutgraben (Palzing) und Marchenbach. Die notwendigen bzw. vorgeschlagenen Maßnahmen belaufen sich nur für den Bereich der Gemeinde Zolling auf ca. 240.000 €, Zuschuss durch den Staat 65 % Wir sollten es dringend angehen, vielleicht auch abschnittsweise und in Abstimmung mit den anderen beteiligten Gemeinden. Wichtig wäre es, mit den betroffenen Grundstückseigentümern Info-Veranstaltungen abzuhalten.

Zudem wären sicher hilfreich:

–         Rückhaltebecken von Flitzing nach Thann, am Ortsende von Flitzing

–         Rückhaltebecken für den Siechenbach

–         Rückhaltemaßnahme bei Osterimbach

–         Rückhaltebecken von Thann nach Anglberg

Überregional müsste sicher mit der Glonn, die in Allershausen in die Amper fließt, eine Rückhaltemaßnahme erfolgen

In einer Sitzung des ILE-Ampertalrats am 19.01.2011 wurde vereinbart, sich um den Unterhaltszustand der Deiche entlang der Amper zu kümmern, insbesondere inwieweit ein Rechtsanspruch zum Unterhalt der Deiche durch das WWA gegeben ist und in welchem Umfang die staatliche Wasserwirtschaft zu Maßnahmen verpflichtet werden kann.Ein sehr wichtiges Thema! Leider sind bis heute keine Ergebnisse bekannt

Worauf sollten wir zukünftig noch achten bzw. uns annehmen:

–         Nördliche Entwicklung der Stadt Freising

Kreisverkehr, nach 300 m Ampel haupts. Privatausfahrt für einen Investor

–         LRA Freising, Genehmigungsbehörde, Planungshoheit nicht nehmen lassen

–         Stetig steigende Kosten der Fernwärme

–         Wünschenswert wäre sicher, wenn der Bgm. für die Ortsteile Palzing und Oberappersdorf
eine eigene Bürgerversammlung abhalten würde. Hier könnten die notwendigen Punkte sicher besser angesprochen werden. Aber es ist seine eigene Entscheidung.