Archiv der Kategorie: Freizeit und Lebensqualität

UBZ hört zu: Oberappersdorf 8.10.2022

Vergangenen Samstag traf sich die UBZ zu einem Ortsrundgang durch Oberappersdorf. Vom zentral gelegenen Feuerwehrhaus führte Gemeinderat Wolfgang Hilz die Gruppe einigen wichtigen Punkten im Ort. Dies bot zahlreiche Gelegenheiten mit den Anwohnern zwanglos ins Gespräch zu kommen.

Im Bachfeld angefangen zeigten sich einige Anwohner gar nicht begeistert von der Idee eine Spielstraße einzurichten. Eine 30er-Zone, wie im Rest des Ortes geplant, sei ausreichend und angemessen. Ja, es gäbe Befürworter. Diese seien aber in der Minderheit.

Die Linde auf der Verkehrsinsel im Bachfeld und auch an der Abzweigung Maurer Berg erschienen in einem traurigen Zustand. Mindestens ein tiefer Bodenaustausch erscheint angebracht, möglicherweise verbunden mit einer Neupflanzung. An anderen Stellen hat der Sturm vor einigen Wochen Äste abgeknickt. Es wäre gut, die Äste zu entfernen, die Bruchstellen zu behandeln und überhaupt die Kronen auszulichten, um ein gesundes Wachstum zu befördern. Große einzelstehende Bäume findet man zunehmend seltener, umso wichtiger erscheint die Pflege und Erhalt, da wo es geht.

Das Kriegerdenkmal ist insgesamt würdig gestaltet. Die Kiesstreifen an den Fahnenstangen und die Kirschlorbeerhecken sind sicherlich pflegleicht, wenn auch nicht besonders ästhetisch oder ökologisch. Zukünftig würde man sicher eher niedrige Stauden statt Kies und z.B. Hainbuche statt Kirschlorbeer wünschen.

Die vom Gemeinderat beschlossene Pflanzung einer Streuobstwiese rund um das Regenrückhaltebecken ist noch nicht erfolgt, da die Planung wegen einer Wasserleitung nochmals verändert werden musste. Es wäre schön, wenn die Umsetzung noch dieser Pflanzsaison erfolgen könnte.

Die ersten Erdaufschüttungen sind erfolgt. Der kürzlich beschlossene Dirtpark nimmt Formen an.

Das Kirchwegerl, das sich von der Schulstraße zur Brünnl- und weiter zur Hochfeldstraße zieht, ist eine ganz wunderbare Verbindung innerorts. Einzig es fehlt ein Hinweisschild, dass der Weg im Winter nicht geräumt wird. Entsprechendes ist an anderer Stelle bereits erfolgt, um so die Anwohner von der Verantwortung zu entlasten.

An der Kreuzung Angerstraße / Obere Dorfstraße ist an manchen Tagen kaum ein Durchkommen, da der Kreuzungsbereich von Kleinbussen zugeparkt ist.

Insbesondere am Wendehammer der Abt-Danner-Straße ist ein Rückschnitt der Hecken dringen notwendig. Die Äste ragen derart weit in das Straßenprofil, dass selbst die Feuerwehr damit ihre Probleme hat.

Der Ortsrundgang fand seinen Abschluss bei vertiefenden Gesprächen und einer gemütlichen Brotzeit beim Oberwirt.

Jahreshauptversammlung 2022

Am 23.9.2022 trafen sich die Mitglieder der UBZ einschließlich interessierter Bürger*innen zu ihrer Jahreshauptversammlung. Nach einer kurzen Rückschau auf die Aktivitäten im letzten Jahr hat man sich über die anstehenden Herausforderungen Gedanken gemacht. Die Gemeinde wird nicht alle Probleme lösen können, ist im Zweifelsfall aber doch erster Ansprechpartner und nötigenfalls Mittler zu den Fachleuten und Institutionen.

Hier geht’s zum vollständigen Artikel im Freisinger Tagblatt vom 28.9.2022: https://www.merkur.de/lokales/freising/zolling-ort377209/unabhaengige-buerger-zolling-wollen-soziale-lage-der-menschen-nicht-aus-dem-blick-verlieren-91815855.html

UBZ hört zu: Palzing, 18.9.2022

Die Welt entwickelt sich. Besser wird sie nur, wenn man über die Herausforderungen vor Ort spricht, Ideen austauscht, nach Lösungen sucht und diese umsetzt. Vieles kann in Regie einer Gemeinde getan werden, manches aber auch nicht, weil diverse Behörden und Ämter mitzureden, mitzuentscheiden und mitzufinanzieren haben.

Unter dem Motto „UBZ hört zu“ trafen sich am Sonntag 18.9.2022 rund 30 Palzinger auf Einladung der UBZ zum Weißwurstfrühstück bei der Feuerwehr, um sich über eine Vielzahl von Themen auszutauschen. Neben den Gemeinderäten Johannes Forster, Stefan Birkner und Manuela Flohr war auch Bürgermeister Helmut Priller mit dabei. Nach kurzer Begrüßung der Anwesenden durch den UBZ Vorsitzenden Stephan Griebel ging es auch sofort in den Austausch:

Radwege (1): Ohne Grunderwerbsplan kein Grunderwerb. Ohne Grunderwerb kein Radweg. Für den Radweg nach Haindlfing liegt ein Grunderwerbsplan vor, daher konnten hier auch schon viele Flächen erworben werden. Für den seit langem gewünschten Radweg nach Helfenbrunn entlang der StS 2054, liegt ein solcher Plan nicht vor. Damit fehlt die Grundlage, auf der Verhandlungen geführt werden können. An den Grundstückseigentümern und am Willen der Gemeinde liegt es definitiv nicht. Hier ist das staatliche Bauamt gefordert.

Radwege (2): Um heute mit dem Rad Richtung Jägersdorf/Wolfersdorf zu fahren, ist man auf die Wirtsbergstraße angewiesen. Alternativ, weil weniger steil und abseits des Verkehrs bietet sich an die Bergstraße zu verlängern oder den historischen Hohlweg als Verlängerung des den Fichtenweg zu reaktivieren. Diese Variante wäre auch für Spaziergänger sehr reizvoll.

Straßenquerung (1): Im Zuge des Baus der Nordostumfahrung war die B 301 in 2020 zeitweilig ganz gesperrt. Der Verkehr wurde unter anderem durch Palzing umgeleitet. Die zeitweilig aufgestellte Ampelanlage Kreuzung Ampertalstraße/Haindlfinger Straße hat gezeigt, wie wertvoll eine Ampel für die Verkehrssicherheit der Schulkinder und bewegungseingeschränkter Menschen sein kann. Nach Beratung des Gemeinderates am 8.2.2022 haben teilweise bereits Verkehrszählungen stattgefunden. In welcher Form ein Querungshilfe am Ende realisiert werden kann (Bettelampel, Zebrastreifen, Verkehrsinsel) muss noch geprüft und entschieden werden.

Straßenquerung (2): Die Sichtverhältnisse auf der Ampertalstraße/StS 2054 auf Höhe des Sportheims sind aufgrund von Bewuchs, Gefälle und kurviger Straßenführung ungünstig. Die Gefahr bei Querung ist nicht nur für Kinder entsprechend hoch. Auch
ÖPNV / Busverbindungen: Von den Anwesenden wurde Palzing als grundsätzlich gut angeschlossen empfunden, da mehrere Linien hindurchführen. Sinnvoll kann es sein, Lücken im Fahrplan zu schließen, um einen durchgängig regelmäßigen Takt herzustellen. Ebenso scheinen Erweiterungen sinnvoll am sehr frühen Morgen auch am Wochenende (Beschäftigte am Flughafen) oder am Wochenende abends für die Feiernden.
Als gut befunden wurde die vom Bürgermeister vorgetragene Überlegung, außerhalb und unabhängig vom MVV ein Rufbussystem in Zusammenarbeit mit den Nachbargemeinden Kirchdorf und Langenbach aufzubauen.

Hochwasser / Starkregenereignisse: Das Hochwasser der Amper, mehr aber noch die erwartbar häufiger auftretenden Starkregenereignisse machen den Palzinger Sorgen. Wichtig für den Wasserabfluss ist eine regelmäßige Mahd des Bachlaufs und notfalls auch eine jagdliche Entnahme des Bibers, sofern anderen Maßnahmen nicht wirken.
Die Feuerwehr Palzing hat eine mobile Wassersperre Modell: BIBER erprobt und für gut befunden. Die Entscheidung über eine Anschaffung steht an.
Wesentlich ist eine Rückhaltung des Wassers bereits im Oberlauf des Hütgrabens, z.B. durch Ertüchtigung des Wasserdurchlaufs an der FS 9 Richtung Wolfersdorf. Eine Dienstbarkeit in der anliegenden Wiese wurde eingetragen. Geplant ist noch der Einbau von Drosselventilen, um den Abfluss zu verzögern und den Unterlauf zu entlasten.

Internetverbindung: Fast ausnahmslos sind alle Mobilfunkanbieter gut erreichbar. Demnächst wird die Deutsche Telekom die Anbindung ans Glasfasernetz im eigenwirtschaftlichen Ausbau vornehmen. Entsprechende Vereinbarungen mit der Gemeinde sind unterzeichnet. Auch wenn der Bedarf heute noch nicht notwendig erscheint, auf jeden Fall stellt der (kostenfreie) Anschluss eines Hauses eine Aufwertung desselben dar. Bericht Freisinger Tagblatt 30.5.2022

Öffentliche Toilette am Dorfplatz: Regelmäßig wird der Dorfplatz zu verschiedensten Anlässen genutzt. Derzeit verrichten Besucher leider nicht selten ihre Notdurft in oder an nahe gelegenen Gärten. Es fehlt eine auf Dauer eingerichtete Toilettenanlage. Eine Unisex-Toilette erscheint ausreichend.

Förderprogramme: Onyx hat nach zwei Jahren Pause wieder seinen Bürgerfonds aufgelegt. Die ILE vergibt im Rahmen des Regionalbudgets einmal im Jahr Gelder. Die Gemeinde ist Mitglied im LEADER Programm Mittlere Isar geworden. Dies sind Programme, bei denen Fördermittel abgerufen werden können, für Maßnahmen, die nicht zu den kommunalen Pflichtaufgaben einer Gemeinde gehören. Dazu gehört z.B. die gewünschte überdachte Bank auf dem Dorfplatz oder eine Ruheliege am Kreuz Richtung Jägersdorf. Helmut Priller machte Mut, sich in all diesen Fällen auch an die Gemeinde zu wenden. Die Gemeinde fördert sehr gerne Projekte aus der Mitte der Bürgerschaft.

Stephan Griebel bedankte sich in Namen der UBZ zum Abschluss bei der Feuerwehr, stellvertretend beim Kommandanten Martin Ball, für die Gelegenheit und bei allen Anwesenden für die Ideen und Wünsche und den angeregten Austausch. Gerne will man sich nächstes Jahr wieder treffen.

Bericht von der Gemeinderatssitzung am 13.9.2022

Nach der üblichen Feststellung der Anwesenheit, Tagesordnung und Genehmigung des Protokolls berichtete Bürgermeister Helmut Priller zunächst über die noch nicht vollzogene Umrüstung der Straßenbeleuchtung im Gemeindegebiet. Nach ausführlicher Beratung hate die Gemeinde bereits im vergangenen Jahr die Umrüstung auf LED beschlossen. Die Umrüstung verzögert sich weiter um unbestimmte Zeit, weil die für die Förderung zuständige Zukunft-Umwelt-Gesellschaft (ZUG) https://www.z-u-g.org/ bislang noch keinen Förderbescheid ausgestellt hat. Das Bayernwerk als Auftragnehmer hat bestätigt, die Umrüstung kurzfristig durchführen zu können. Das Bemühen der Gemeinde die Energiewende zu unterstützen wird somit mangels Zuschusses ausgebremst.

Seit Mai 2022 hat der Gemeinderat 500 Beschlüsse gefasst. Bürgermeister Priller danke für die stets konstruktive Zusammenarbeit im Gemeinderat.

Onyx Power, Betreiber des Kohlekraftwerks Anglberg hat nach zweijähriger, coronabedingter Pause wieder einen Bürgerfonds aufgelegt. Teilnahmebedingungen unter https://www.zolling.de/buergerfond-kraftwerk-zolling-2022 . Antragstellung ist noch bis 26.9.2022 möglich.

Im Nachgang des Stadtradelns 2021 hat die Gemeinde Vorschläge gesammelt, um die Radinfrastruktur weiter zu verbessern. Für eine Reihe von Vorhaben hat das Straßenbauamt abschlägig beschieden:

  • Der Weg parallel zur B301 hinter dem Landkreisbauhof ist aufgrund der Beschilderung ein Fußweg, auf dem die Nutzung eines Fahrrades lediglich gestattet ist. Der Unterhalt, sprich die Beseitigung der durch Wurzelaufbruch entstanden Schäden, obliegt daher der Gemeinde.
  • Geländer an den Brücken über Amperkanal und Amper, ähnlich der Amperbrücke in Kirchdorf, sind nicht möglich aufgrund der Breite des Brückenkopfes, im Innerortsbereich wegen der erlaubten Höchstgeschwindkeit von 50km/h und außerorts wegen der Hochborde nicht notwendig.
  • Die Gemeinde prüft die Möglichkeit zu etwaigen Umschilderungen. Der Gemeindebauhof wird tätig, wo er tätig werden kann.

Im Folgenden wurden kurz die Bauanträge vorgestellt, die im Rahmen der laufenden Verwaltung behandelt wurden: Errichtung einer Garage in der Freisinger Straße, Errichtung eines Betriebsgebäudes in Osterimbach, der eigene Antrag zur Errichtung des Dirtpark/Pumptracks am Anglberger Weiher wurde eingereicht, Verlängerung eines Vorbescheides in Flitzing. Desweiteren wurde diversen Bauvorhaben in den Nachbargemeinden und der Errichtung eines Carports in Palzing zugestimmt.

Die Errichtung einer PV Anlage auf dem Gebäude des Gemeindekindergartens und des Jugendhauses im Zuge einer Neueindeckung ist technisch machbar. Der Dachstuhl muss ohnehin ausreichend ertüchtigt werden. Der Gemeinderat hat sich für eine maximale Flächenausnutzung entschieden, um möglichst viel Solarstrom erzeugen zu können. Hierzu tragen die Dachflächen auf Ost- und Westseite des Kindergartens und Südseite des Jugendhauses bei. Zudem können die derzeit noch vorhandenen Kamine zurückgebaut werden. Die Gesamtkosten werden derzeit auf rund 150.000 EUR geschätzt abhängig von der tatsächlichen Belegung mit Solarpanelen.

Auch in Oberappersdorf soll ein Dirtpark in erdgebundener Bauweise errichtet werden. Die Kosten für die Gemeinde können dank des tätigen Einsatzes ansässiger Familien und verschiedener Spender bei rund 16.000 EUR gehalten werden. Die jährlichen Unterhaltskosten liegen bei rund 1.600 EUR und werden durch die Gemeinde getragen, ebenso wie die wöchentlich Prüfung des verkehrssicheren Zustandes durch die Mitarbeiter des Bauhofs. Das Freisinger Tagblatt berichtet ausführlich über das Vorhaben in seiner Ausgabe von 15.9.2022: https://www.merkur.de/lokales/freising/zolling-ort377209/dirtpark-nummer-auf-zollinger-gemeindegebiet-abgesegnet-91788716.html

Die Gemeinde Zolling ist Eigentümer von rund 200ha Grund. Entsprechend hoch ist der zustehende Anteil des Jagdpachtschillings. Bislang hat die Gemeinde auf den Erhalt verzichtet. Auf Beschluss des Gemeinderates möchte man dies zukünftig nicht mehr tun.

Im Bestattungsgewerbe ist derzeit ein Konzentrationsprozess auf Großanbieter zu beobachten. Dies geht oft einher mit Billigangeboten, bei denen eine pietätvolle Bestattung nicht immer gegeben ist. Um Probleme zu vermeiden, von denen andere Gemeinde bereits betroffen waren, regt die Verwaltung an den Friedhof Zolling zukünftig mit einem Bestattungsvertrag vergebenen an einen zuverlässigen Bestatter zu führen. Der Gemeinderat stimmt diesem Vorschlag zu.

Der Betrieb des Schnelltestzentrums wurde im April 2022 eingestellt. Nach Abzug aller Kosten ist ein betrag von rund 17.000EUR erwirtschaftet worden. Nach kurzer Diskussion verschiedener Vorschläge (Jugendarbeit, Tierschutz, Dirtpark Oberappersdorf oder ein anderes konkretes Projekt) ist der Gemeinderat übereingekommen, das Geld zunächst zurückzuhalten. Vereine und Bürger sollen Antrag auf Verwendung stellen können. Über den Zuschlag entscheidet der Gemeinderat.

Über die Übernahme der Kosten zu Zusammenstellung und Druck einer Ortschronik zum 1.000 jährigen Bestehens des Ortsteils Thann wurde positiv beschieden.

Für die örtlichen Feuerwehren werden 60 digitale Meldeempfänger (Pager) angeschafft. Nach Inspruchnahme der möglichen Zuschüsse verbleiben der Gemeinde Restkosten von rund 17.000 EUR.

Zur Stärkung der Resilienz im Katastrophenfall beschafft die Gemeinde ein Notstromaggregat mit einer Leistung von 60kVA. Dieses hat keinen eigenen Motor, sondern kann über die Zapfwelle eines jeden handelsüblichen Traktor (mind. 120PS) betrieben werden, z.B. auch durch den ohnehin bereits für den Bauhof angeschafften. Die Kosten belaufen sich auf rund 10.000 EUR.

Die Flatterulme hat nun eine Nachbarin

1972 ist die UBZ zum ersten Mal zur Gemeinderatswahl angetreten, damals noch unter der Bezeichnung „Arbeitnehmer und Siedler“. Zur Erinnerung an 50 Jahre erfolgreiches Mitwirken in der Kommunalpolitik spendete die UBZ eine Rot-Buche, den Baum des Jahres 2022. Mit den besten Wünschen, ein echter Zollinger zu werden, wurde die Buche am Tag des Baumes gepflanzt.
Das Freisinger Tagblatt berichtet hierüber in seiner Ausgabe vom 28.4.2022: https://www.merkur.de/lokales/freising/zolling-ort377209/zum-50-jaehrigen-pflanzen-die-unabhaengigen-buerger-zolling-den-baum-des-jahres-2022-91505779.html

Bericht von der Gemeinderatssitzung am 8.2.2022

In Vertretung des Bürgermeisters wurde die Sitzung dieses Mal vom zweiten Bürgermeister Gottfried Glatt geleitet.

In der letzten nicht-öffentlichen Sitzung wurde der Auftrag zur Aufstellung und Wartung über vier Jahre für Luftfilter für den Kindergarten vergeben. Die Gesamtkosten von rund 66.000 EUR werden mit 22.00 EUR bezuschusst.

Seit der vergangenen Sitzung wurde die Verkehrsüberwachung beauftragt, in der Matthias-Mayr-Straße zukünftig vermehrt zu dem Stoßzeiten die Geschwindigkeit zu messen.

Im Nachgang zum letztjährigen Stadtradeln wurde eine Reihe von Verbesserungsvorschlägen eingebracht, die zwischenzeitlich mit dem Landratsamt besprochen wurden. Einiges wird umgesetzt (Verbesserung der Beschilderung an verschiedenen Stellen; Rasengittersteine o.ä. bei Unterführung Brücke B301; Umrüstung der Beleuchtung auf LED bei Unterführung Zolling-Oberzolling), anderes wurde weitergereicht an die zuständige Behörde (Trennung Radweg/Fahrbahn Brücke B301), manches benötigt mehr Nachdruck (Querungshilfe Ampertalstraße Palzing). Ob ein Zebrastreifen oder eine Bedarfsampel einrichtet werden kann richtet sind nach Anzahl der Fußgänger und Fahrzeuge. Die Details sind festgelegt in der R-FGÜ, den Richtlinien für die Anlage und Ausstattung von Fußgängerüberwegen herausgegeben vom Bundesministerium für Verkehr. Download z.B. https://www.fgsv-verlag.de/pub/media/pdf/252.v.pdf Die Gemeinderäte schätzen den Fahrzeugverkehr als mindestens ebenso hoch wie in Kirchdorf ein und dringen daher darauf, einen entsprechenden Antrag zu stellen.

Dem Jahresbericht der Bücherei Zolling war zu entnehmen, dass über 600 Nutzen über 16.000 Medien ausgeliehen haben. Durch die Anschaffung von rund 2.100 Medien hat sich der Gesamtbestand auf nun fast 20.000 Medien erhöht. Durch eine Vielzahl verschiedener Maßnahmen hat sich die Attraktivität der Bücherei deutlich erhöht. Trotz Förderung in Höhe von 24.000 EUR muss die Gemeinde rund 60.000 EUR zuschießen, um die Bücherei zu betreiben. Die Gemeinde macht dies gerne.

Die dringend gebotene Erweiterung der Kläranlage wird fristgerecht zum 31.3.2022 abgeschlossen. Dies schließt die Pumpstation am Forellenweg mit ein.

Die Sanierung des Hochbehälters geht planmäßig voran. Die Maßnahmen werden zum Mai 2022 abgeschlossen sein.

Wegen der Überlastung des Bauamtes werden die Planungsarbeiten zur Erschließung des Baugebietes Anglberg-West an ein externes Planungsbüro vergeben. Hierfür vorgesehen ist die WipflerPLAN Planungsgesellschaft mbH https://www.wipflerplan.de Das Planungsbüro wird sich im Zuge der Haushaltssitzung am 22.2. vorstellen.

Zur Feier des 50-jährigen Bestehens der UBZ wird diese den Baum des Jahres, eine Rotbuche, am Tag des Baumes, dem 25.4., pflanzen. Der Kauf des Baumes erfolgt durch die UBZ. Die Pflege des Baumes übernimmt die Gemeinde Zolling.

In Zolling gibt es Bedarf an mobiler Jugendsozialarbeit/Streetworker. Diese Kraft soll aktiv auf nicht-vereinsgebundene Jugendliche zugehen und gemeinsinnstiften Angebote entwickeln. Zolling möchte sich hier mit der Gemeinde Hallbergmoos zusammentun, um gemeinsam eine Stelle zu finanzieren. Der Gemeinderat begrüßt die Idee.

Onyx Power plant eine öffentliche Informationsveranstaltung zur weiteren Zukunft des Kraftwerks, sobald es die Coronalage wieder erlaubt.

Nina Huber und Viktoria Ocvirk haben die Aufgabenbereich und Projekte der ILE Kulturraum Ampertal https://www.kulturraum-ampertal.de/ und der Öko-Modellregion Kulturraum Ampertal https://www.oekomodellregionen.bayern/kulturraum-ampertal vorgestellt. Ein Aufgabe der ILE ist es, die Bürgermeister der Mitgliedsgemeinden unterhalb der Landkreisebene zu vernetzen. Karl Toth (UBZ) wünscht sich einen stärkeren Fokus auf den Hochwasserschutz durch die Oberlieger und eine engere Zusammenarbeit hinsichtlich Lückenschluss der Radwege.

Das Dach des Kinder- und Jugendhauses muss saniert werden, geschätzte Kosten rund 140.000 EUR. Die Gemeinderäte votieren für eine Eindeckung mit roten Dachziegeln. Vor allem wünschen sie, dass zeitgleich eine PV-Anlage mitgeplant und errichtet wird. Die Einrichtungen im Gebäude haben einen erheblichen Energiebedarf, die sich über moderne Stromspeicher vermutlich gut abdecken lässt.

Der Gemeinderat steht der Anschaffung eines Traktors für rund 140.000 EUR positiv gegenüber. Wenn schon, dann soll ein Frontlader mit bedacht werden.

Der Allwetterplatz und die Laufbahn auf Sportgelände der Dreifachturnhalle müssen saniert werden. Die Firma Kutter https://www.kutter-galabau.de/ erhält hierfür den Auftrag in Höhe von rund 18.000 EUR. Soweit möglich sollen die Kosten an den Schulverband weitergereicht werden.

Die SpVgg Zolling plant einige Sanierungen (Gesamtkosten: 102.000 EUR) und bittet um einen Zuschuss. Entsprechend der Satzung zur Förderung der Vereine https://www.zolling.de/Grundsaetze-der-gemeindlichen-Vereinsfoerderung-Stand-September-2014.o13710.html beteiligt sich die Gemeinde Zolling an den Kosten in der gleichen Höhe wie der BLSV, spricht 20% der der förderbaren Maßnahmen, also rund 20.600 EUR.

Carsharing – ein Thema für Zolling

Carsharing war Thema des virtuellen Treffens der UBZ am Mittwoch 15.12.2021, organisiert von Christian Amann. Andreas Fincke, der Geschäftsführer von StadtTeilAuto Freising führte sachkundig in die Thematik ein. MdL Johannes Becher (Grüne) ergänzte die Ausführungen durch sein eigenes Erleben mit der Nutzung des Angebotes. In der anschließenden Diskussion wurd zahlreiche Fragen beantwortet und nächste Schritte besprochen.

  • Standorte: StadtTeilAuto Freising ist derzeit vertreten in Freising, Moosburg, Neufahrn und Eching. Finden sich ausreichend viele Interessenten. kann das Angebot jederzeit auf andere Gemeinden ausgedehnt werden. 
  • StadtTeilAuto Freising ist Partner von Flinkster, dem Carsharing Angebot der Bahn. Die Buchung erfolgt über die Flinkster App. Auf diesem Wege hat man auch  Zugriff auf das gesamte Flinkster-Netzwerk an 550 Orten.
  • Kosten: Das Angebot ist nutzbar für Mitglieder. Neben der jährlichen Vereinsmitgliedschaft muss einmalig eine Kaution entrichtet werden, die bei Austritt erstattet wird. Die Kosten für eine Buchung richten sich nach Dauer und gefahrener Entfernung.
  • Kosten-Nutzen: Das Angebot lohnt sich insbesondere für Wenigfahrer, je nach Fahrzeug zwischen 5.000- 8.000 km pro Jahr.
  • Für verschiedene Zwecke stehen verschiedene Fahrzeugtypen zur Verfügung: Kleinwagen, Mittelklasse, Kleinbus. Der Kleinbus wird in Freising am Wochenende eifrig von den Vereinen genutzt, was auch in Zolling ein Modell für Auswärtsspiele sein könnte.
  • Stationäres System: Die Fahrzeuge stehen an festen Plätzen zur Abholung bereit und werden auch wieder dorthin zurückgebracht. Günstigerweise an zentraler Stelle, gerne in Verbindung mit einer Bushaltestelle, um auch Bewohner*innen aus den Ortsteilen leicht nutzbar zu sein.
  • Weitere Informationen:

Die UBZ wird das Thema in den Gemeinderat einbringen, um dort Umsetzungsmöglichkeiten zu besprechen.

Wer Interesse hat, beim Carsharing mitzumachen, kann sich unverbindlich melden: Stephan Griebel s-griebel@web.de oder StadtTeilAuto info@sta-fs.de.

Über die Veranstaltung hat das Freisinger Tagblatt in seiner Ausgabe von 20.12.2021 berichtet. Hier geht’s zum Beitrag: https://www.merkur.de/lokales/freising/zolling-ort377209/braucht-zolling-car-sharing-91189340.html

Bericht von der Gemeinderatssitzung am 7.12.2021

Nach der Genehmigung der Sitzungsniederschrift und der Bekanntgabe der Beschlüsse aus der letzten nicht-öffentlichen Sitzung berichtete Bürgermeister Helmut Priller zunächst von einer Spende der Familie Schneider zugunsten einer Schule in Kenia. Diese Spende ermöglichte die Errichtung eines Klassenzimmers und die Anstellung zweier Lehrkräfte. Weitere Informationen zum Projekt „Home of Smile“ auf der Website des gleichnamigen Vereins: https://www.homeofsmile.de

Um zukünftig besser gegen Hochwasser und Überflutung nach Starkregenereignissen gewappnet zu sein, wurde das Planungsbüro für Landschaftsarchitektur Ruhland beauftragt, die planerischen Arbeiten für Rückhaltemaßnahmen entlang Flitzinger Baches wieder aufzunehmen. Hierbei kann auf Planungsunterlagen aus dem Jahre 2012 zurückgegriffen werden, die seither noch nicht umgesetzt wurden. Unter Einbeziehung von Wasserwirtschaftsamt und Naturschutzbehörde werden fünf Maßnahmen zwischen Osterimbach und Kieswerk planerisch vorbereitet und nach Fertigstellung den zuständigen Gremien zur Entscheidung vorgelegt. [Anmerkung: Siehe hierzu auch das Positionspapier der UBZ]

Durch eine Auflage des Wasserwirtschaftsamtes muss die Gemeinde Zolling bis Ende Juli 2022 ein Kataster aller „indirekten Einleiter“ in die örtliche Kanalisation erstellen. Dazu gehören zum Beispiel Gewerbe mit Öl- oder Fettabscheider. Es wird der Bestand ebenso erfasst wir die Funktionstüchtigkeit der Anlagen. Dies dient der Absicherung der Kläranlage gegen umweltschädliche Einleitungen.

Schliesslich berichtete der Bürgermeister über den Sachstand bezüglich Dirtpark/Pumptrack. Da die Anlage nun kleiner geplant wird als ursprünglich einmal diskutiert, erscheint eine Verschiebung in Richtung Westen näher an die Windschutzhecke zweckmäßig. Dadurch entsteht mehr Platz in Ufernähe, welcher später einmal zum Beispiel als weitere Spielfläche zur Verfügung steht.
Da beim Bau der Anlage nicht tiefer als Pflugtiefe gearbeitet wird ist der Denkmalschutz nicht betroffen. Eine archäologische Untersuchung entfällt. Da es sich um eine Freizeitanlage handelt ist eine förmliche Baugenehmigung nicht nötig. Der Erholungsflächenverein hat sich hinsichtlich einer möglichen Förderung noch nicht zurückgemeldet. Gemeinderat Karl Toth merkte an, dass die Frage nach staatlichen Zuschüssen noch nicht abschließend geklärt ist und auch noch kein formeller Beschluss des Gemeinderates zum tatsächlichen Bau vorliegt. Dieses wird nun für die kommende Sitzung im Januar ins Auge gefasst.

Anschließend wurden die Sieger des Fotowettbewerbes „Amperperlen“ ausgezeichnet. Der aus den Siegerbildern zusammengestellte Jahreskalender 2022 ist unter anderem im Rathaus, bei Schreibwaren Koppe, Metzgerei Karl, Edeka Westerfeld und im Kindergarten Kleine Strolche für 7 EUR erhältlich.

Im Zuge der Ausarbeitungen zum Bebauungs- und Grünordnungsplan Gewerbegebiet Harland wurden um die 100 Träger öffentlichen Belange angeschrieben, von denen sich 28 mit Einwendungen oder Anregungen zurückgemeldet haben. Diese Hinweise wurden in die Pläne eingearbeitet. Die auf dem Gelände geplante Straße wird öffentlich sein. Durch die Verlegung der Stromtrasse kann die freiwerdende Fläche überbaut werden. Für Kratzerimbach ist keine Lärmbelästigung zu erwarten, da laut Planung auch Betriebsleiterwohnung möglich sind, wodurch dadurch bereits die Immissionen gering ausfallen. Der Bau einer Abbiegespur auf der B 310 kann zur Folge haben, dass der Bereich geschwindigkeitsbeschränkt wird. Dies ist allerdings Aufgabe der zuständigen Verkehrsbehörden und nicht der Gemeinde.

Als nächstes hat der Gemeinderat beschlossen, die archäologischen Funde vom Gewerbegebiet Ost dem archäologischen Depot des Landratsamtes zur sachgemäßen Aufbewahrung zu übergeben. Der Vortrag der Kreisarchäologin Frau Hurka über die Funde musste krankheitsbedingt entfallen und wird im Januar nachgeholt.

Sehr ausgiebig wurde über ein Bauvorhaben in Palzing, Mühlbachstraße diskutiert. Weniger über den Vorbescheid als solchen, sondern über den mit dem geplanten Bau zusammenhängenden Wegfall von Stellplätzen auf dem Grundstück eines Nachbarn. Bei einer Grundstücksteilung in den 80er Jahren wurde versäumt eine entsprechende Dienstbarkeit einzutragen, womit besagter Nachbar nun nicht mehr die benötigte Anzahl von Stellplätzen nachweisen kann.

Nach der Behandlung einiger Baugenehmigungen und Vergabe von Fliesen- und Malerarbeiten am sanierten Hochbehälter hat der Gemeinderat die Jahresrechnung 2020 festgestellt und Entlastung erteilt.

Anschließend wurde förmlicher Beschluss gefasst über die Förderung der Jugendarbeit aus dem Erlös des Testzentrums, über die Förderung des Stadtradelns 2022 und über die Zukunft der Bürgerzeitschrift Zollo.

Als letzter Ordnungspunkt wurden der neue Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Zolling Wolfgang Westermeier und sein Stellvertreter Martin Dauer bestellt. Beide wurden zuvor bereits am 26.11. von den aktiven Feuerwehrlern gewählt. Die Zustimmung des Kreisbrandrates gilt als Formsache.

Unter dem Punkt „Anfragen und Anregungen“ wurde berichtet, dass z.B. die Ausfahrt aus der St. Jakob Straße teils schwierig sei, weil vorbeifahrende Fahrzeuge die im Ortsgebiet vorherrschende rechts vor links Regelung missachten. Lösung könnte eine zusätzliche Beschilderung oder eine hinweisende Bemalung der Straße sein.

Am Ende des öffentlichen Teils ließ der Bürgermeister das vergangene Jahr kurz Revue passieren. Er bedauerte, dass coronabedingt vieles nicht mit der gewünschten Geschwindigkeit hat umgesetzt werden können, weil nicht unerhebliche Kräfte durch ständige Umplanungen gebunden waren. Gleichwohl hat die Arbeit mit den Gemeinderäten großen Spaß gemacht. Mit guten Wünschen auch an die Zuschauer schloss der Bürgermeister den öffentlichen Teil.

Bericht von der Schulverbandsversammlung vom 24.11.2021

Die Sondersitzung der Schulverbandes diente der Vorbereitung der nächsten regulären Sitzung am 20. Dezember. Nach der Vorstellung des neu eingestellten und Schulbelange zuständigen IT Mitarbeiters Martin Maier wurden im zwei Themen besprochen: Anschaffung von digitalen Tafeln und Einbau einer zentralen Lüftungsanlage in die Grundschule.

Die Schulverbandsversammlung hat beschlossen die 28 Klassen- und Fachräume der Grund- und Mitteschule Zolling mit digitalen Tafeln der Herstellers Promethean auszustatten. Aufgrund des Preis-Leistungsverhältnisses, eigener Erprobung und Austausch mit bereits ausgestatten Schulen hat man sich für das Modell Titanium ActivePanel v7 86‘‘ entschieden.

An der digitalen Tafel (rund 2m breit) sind zwei Flügel angebracht, die als Whiteboards mit magnetischer Oberfläche ausgestaltet sind. Damit lässt sich digitaler mit analogem Unterricht kombinieren. Lehrer- und Schülerrechner lassen sich über das WLAN mit dem Board ebenso verbinden wir die Dokumentenkameras.

Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 240.000 EUR wobei eine Förderung von 90% aus dem Digitalpakt erwartet wird. Der Preis enthält den Abbau und die Entsorgung der bisherigen Tafeln, den Aufbau der neuen digitalen Tafeln sowie eine Einweisung in das System für alle Lehrkräfte. Wegen der nachlaufenden Zuweisung der Fördermittel ist möglicherweise nötig, die Kosten zu zwischenfinanzieren.

Der Aufbau soll bis zu den Sommerferien erfolgen, so dass im kommenden Schuljahr mit dem System unterrichtet werden kann.

Der Schulleiter Thomas Dittmeyer und die Schulverbandsrätin Manuela Flohr, selbst Lehrerin an der Grundschule, wussten von der Erwartungsfreude der Kolleg*innen zu berichten.

Anschließend stellte das Ingenieurbüro Bauer & Hofstetter den Planungsstand zum Einbau einer zentralen Lüftungsanlage vor.

In der Machbarkeitsstudie wurde geprüft, ob und wie eine solche Anlage aussehen könnte und welche Kosten schätzungsweise anfallen würden. Der Schulverband hatte sich im Sommer gegen die Anschaffung mobiler Filtergeräte ausgestattet, weil deren Wirksamkeit fragwürdig ist. So wird bei diesen Geräte die aerosolhaltige Luft auf Kopfhöhe der Kinder quer durchs Klassenzimmer gezogen, verbrauchte Luft nicht ausgetauscht, der CO2 Spiegel nicht gesenkt, der Geräuschpegel erhöht. Die nun angestrebte große Lösung vermeidet nicht nur all diese Probleme, sondern filtert zudem Pollen aus der Luft, hilft im Sommer durch Nachlüftung die Raumtemperatur zu senken und im Winter dank Wärmerückgewinnung Heizkosten zu senken.

Es ist vorgesehen, die Anlage an der Decke hängend sichtbar einzubauen, wozu zwei Ovalkanalrohre vorgesehen sind. Eines dient der Zufuhr der gereinigten Frischluft, eines dem Absaugen der verbrauchten Luft. Auf diese Weise wird ein CO2 Wert von konstant unter 1000 ppm eingehalten, was ein gutes, auf Dauer konzentriertes Arbeiten ermöglicht.

Durch die Wärmerückgewinnung lässt sich Fernwärme (erzeugt mit Kohle) und damit etwa 17.5 t CO2 einsparen.

Die Kosten für den Südbau (Grundschule) und der Nordbau (Mittelschule) würden sich auf jeweils rund 614.000 EUR belaufen, gesamt also rund 1.228.000 EUR. Staatliche Zuschüsse sind gedeckelt auf 80% maximal 500.00 EUR.

Nach Abwägung der Argumente hat die Schulverbandsversammlung daher beschlossen, zunächst nur die 18 Räume der Grundschule mit der Anlage auszustatten. Erwartet wird hierfür eine Förderung von 491.000 EUR und einem Eigenanteil von 123.000 EUR. Übrigens: Die mobilen Filteranlagen hätten rund 80.000 EUR gekostet.

Glasfaserausbau in der Gemeinde Zolling

Vom schleppenden Breitbandausbau in Deutschland ist Zolling ebenso wie die anderen drei Gemeinden der Verwaltungsgemeinschaft betroffen. Die Gründe reichen bis in die 80er Jahre des letzten Jahrhunderts zurück als man sich für Kupferleitungen statt für Glasfaser entschieden hat. Trotz aller technischen Verbesserungen genügen diese Leitungen heutigen Ansprüchen nicht mehr. Auch die in den Kabelnetzen verbauten Coax-Kabel können mit Glasfaser nicht mithalten. Der Anschluss aller Haushalte und aller Betriebe an Glasfaser ist daher dringend geboten. Um über die Optionen zu informieren und das Angebot eines Anbieters (Deutsche Giganetz)  vorzustellen, luden die vier Bürgermeister*innen der VG am 27.10. zu einer gemeinsamen Veranstaltung ins Bürgerhaus Zolling ein. Dieser Einladung sind zahlreiche Bürger*innen mit großen Interesse gefolgt.

Hinsichtlich Glasfaserausbau (FTTH = Fibre To The Home) kommen eine Reihe von alternativen Wegen in Betracht. Kostenintensiv sind auf die ein oder andere Weise alle, schlicht weil Kabel im Tiefbau verlegt werden müssen. Hierzu haben der Bund und das Land Bayern Förderprogramme aufgelegt. Die Inanspruchnahme dieser Förderprogramme würde jedoch Verwaltungskapazitäten binden und lassen eine Umsetzung von 2026 unwahrscheinlich erscheinen. Aus diesem Grund favorisieren die Bürgermeister*innen den eigenwirtschaftlichen Ausbau durch die Deutsche Giganetz GmbH.

Herr Marx von der Deutschen Giganetz führte aus, wie das Konzept im Details aussieht, in welchen Schritte die Umsetzung erfolgt und bis wann mit einer Fertigstellung zu rechnen ist. Im Laufe des Abend beantwortete er die Fragen der Bürger*innen ausführlich und sachkundig.

In Kürze: Bei dem favorisierten Verfahren errichtet und betreibt die Deutsche Giganetz das Glasfasernetz auf eigene Rechnung und eigenes Risiko. Bedingung ist, dass sich mindestens 40% aller Haushalte in der VG verpflichten, einen Tarif der Firma für die Dauer von zwei Jahren in Anspruch zu nehmen. Wenn sich 40% aller Haushalte dazu bereit erklären, werden 100% der Haushalte der VG bis Grundstücksgrenze erschlossen, so dass später keine weiteren Tiefbaumaßnahmen notwendig werden. Eine Pflicht zur Inanspruchnahme besteht nicht. Rufnummernmitnahme vom bisherigen Anbieter ist kostenfrei möglich. Man bezahlt nur den jeweils genutzen Anbieter.

Die Firma IK-T GmbH aus Regensburg betreut und berät die VG Zolling seit vielen Jahren hinsichtlich Fragen des Netzausbaus. Herr Lenz von der IK-T hat das Angebot der Deutschen Giganetz hinsichtlich technischer, juristischer und wirtschaftlicher geprüft und mit anderen Optionen verglichen. Er konnte bestätigen, dass das Angebot den Standards entspricht, diese teils übertrifft.

Die Deutsche Giganetz wurde vor drei Jahren gegründet und wird von einem kanadischen Pensionsfonds finanziert. Projekte laufen derzeit vor allem in Hessen und Baden-Württemberg. Informationen zu laufenden Projekten in der Nachfragebündelung bzw. Bauphase: https://deutsche-giganetz.de/ausbau/

Was wären die nächsten Schritte?

  • Anschluss einer Kooperationsvereinbarungen zwischen der VG bzw. den Mitgliedsgemeinden und der Deutschen Giganetz GmbH
  • Erhebung des Interesses in einer 4-6 Monate dauernde Vorvermarktungsphase
  • Bei Erreichen des Schwellenwertes von 40% aller Haushalte Entscheidung zur Errichtung des Glasfasernetzes
  • Errichtung des Netzes
  • Entsprechend des Baufortschrittes schrittweiser Anschluss der Haushalte
  • Abschluss binnen 24 Monaten