Archiv der Kategorie: Gemeindegestaltung

Arbeit von Bürgermeister und Gemeindeverwaltung

Zolling steigt in sozialen Wohnungsbau ein

“Wir wollen den sozial geförderten Wohnungsbau voranbringen und machen uns jetzt selbst auf den Weg” – so zitiert die SZ im Interview Bürgermeister Helmut Priller (UBZ). Der Bederf an bezahlbaren Wohnraum in Zolling ist unbestitten vorhanden. Dank aktuell niedriger Zinsen und erwartbarer Förderung ist der Zeitpunkt günstig.

Weitere Schwerpunkte für 2021 und die kommenden Jahre sind unter anderem:

  • Ertüchtigung des Kanalnetzes und Ausbau der Kläranlage
  • Erhebung des Bedarfs an Kinderbetreuungsmöglichkeiten inbesondere in den Gemeindeteilen Palzing und Oberappersdorf
  • Verbesserung der Verkehrsinfrastruktur beginnend mit den Schulwegen und Radlwegen
  • Dauerhaftes Aufgreifen von Ideen aus der Bürgerschaft

Hier geht’s zum vollständigen Bericht der SZ vom 7.1.2021.

1. Januar 1971: Anglberg, Flitzing und Thann werden eingemeindet

Am 1. Januar 1971 war es soweit: Die seit dem Gemeindeedikt von 1818 selbständige Gemeinde Anglberg wurde im Zuge der Gemeindegebietsreform Teil Zollings. Angeregt wurde dieser Schritt vom Landratsamt Freising bereits im Februar 1968 mit dem Ziel, die Angliederung noch vor der Kommunalwahl im Juni 1972 abzuschließen. Auf diese Weise sollte sichergestellt werden, dass Bürgermeister und Gemeinderäte bereits für das gesamte neue Gemeindegebiet gewählt werden können.

Hintergrund der Gemeindegebietsreform war eine Stärkung der Selbstverwaltung der Gemeinden durch Übertragung von Aufgaben, die vorher z.B. bei den Landratsämtern lagen. Dies konnte nur durch die Schaffung größerer, wirtschaftlich und administrativ leistungsfähiger (= personell und technisch gut ausgestatteter) Verwaltungseinheiten geschehen.

Erleichtert wurde der Schritt dadurch, dass Anglberg und Zolling bereits wirtschaftlich und kulturell verbunden waren. So war Anglberg Teil des Zollinger Schulsprengels, gehörte zur katholischen Pfarrei Zolling und teilweise wurden bereits Verwaltungsangelegenheiten wie das Standesamt von Zolling aus mitversorgt.

Nachdem die Zollinger und Anglberger Gemeinderäte dem Vorschlag des Landratsamtes zugestimmt haben, hat in geheimer Abstimmung auch die Mehrheit der rund 250 Anglberger Einwohner für die Angliederung gestimmt. Die Eingemeindung wurde schließlich zum 1. Januar 1971 wirksam. Seitdem sind Anglberg, Flitzing und Thann integraler Bestandteil des Gemeinde Zolling.

Quelle: Josef Brückl, Adolf Widmann: Zolling, eine Gemeinde im Ampertal, Zolling 1994