Archiv der Kategorie: Verkehr und Mobilität

Bericht von der Gemeinderatssitzung am 8.2.2022

In Vertretung des Bürgermeisters wurde die Sitzung dieses Mal vom zweiten Bürgermeister Gottfried Glatt geleitet.

In der letzten nicht-öffentlichen Sitzung wurde der Auftrag zur Aufstellung und Wartung über vier Jahre für Luftfilter für den Kindergarten vergeben. Die Gesamtkosten von rund 66.000 EUR werden mit 22.00 EUR bezuschusst.

Seit der vergangenen Sitzung wurde die Verkehrsüberwachung beauftragt, in der Matthias-Mayr-Straße zukünftig vermehrt zu dem Stoßzeiten die Geschwindigkeit zu messen.

Im Nachgang zum letztjährigen Stadtradeln wurde eine Reihe von Verbesserungsvorschlägen eingebracht, die zwischenzeitlich mit dem Landratsamt besprochen wurden. Einiges wird umgesetzt (Verbesserung der Beschilderung an verschiedenen Stellen; Rasengittersteine o.ä. bei Unterführung Brücke B301; Umrüstung der Beleuchtung auf LED bei Unterführung Zolling-Oberzolling), anderes wurde weitergereicht an die zuständige Behörde (Trennung Radweg/Fahrbahn Brücke B301), manches benötigt mehr Nachdruck (Querungshilfe Ampertalstraße Palzing). Ob ein Zebrastreifen oder eine Bedarfsampel einrichtet werden kann richtet sind nach Anzahl der Fußgänger und Fahrzeuge. Die Details sind festgelegt in der R-FGÜ, den Richtlinien für die Anlage und Ausstattung von Fußgängerüberwegen herausgegeben vom Bundesministerium für Verkehr. Download z.B. https://www.fgsv-verlag.de/pub/media/pdf/252.v.pdf Die Gemeinderäte schätzen den Fahrzeugverkehr als mindestens ebenso hoch wie in Kirchdorf ein und dringen daher darauf, einen entsprechenden Antrag zu stellen.

Dem Jahresbericht der Bücherei Zolling war zu entnehmen, dass über 600 Nutzen über 16.000 Medien ausgeliehen haben. Durch die Anschaffung von rund 2.100 Medien hat sich der Gesamtbestand auf nun fast 20.000 Medien erhöht. Durch eine Vielzahl verschiedener Maßnahmen hat sich die Attraktivität der Bücherei deutlich erhöht. Trotz Förderung in Höhe von 24.000 EUR muss die Gemeinde rund 60.000 EUR zuschießen, um die Bücherei zu betreiben. Die Gemeinde macht dies gerne.

Die dringend gebotene Erweiterung der Kläranlage wird fristgerecht zum 31.3.2022 abgeschlossen. Dies schließt die Pumpstation am Forellenweg mit ein.

Die Sanierung des Hochbehälters geht planmäßig voran. Die Maßnahmen werden zum Mai 2022 abgeschlossen sein.

Wegen der Überlastung des Bauamtes werden die Planungsarbeiten zur Erschließung des Baugebietes Anglberg-West an ein externes Planungsbüro vergeben. Hierfür vorgesehen ist die WipflerPLAN Planungsgesellschaft mbH https://www.wipflerplan.de Das Planungsbüro wird sich im Zuge der Haushaltssitzung am 22.2. vorstellen.

Zur Feier des 50-jährigen Bestehens der UBZ wird diese den Baum des Jahres, eine Rotbuche, am Tag des Baumes, dem 25.4., pflanzen. Der Kauf des Baumes erfolgt durch die UBZ. Die Pflege des Baumes übernimmt die Gemeinde Zolling.

In Zolling gibt es Bedarf an mobiler Jugendsozialarbeit/Streetworker. Diese Kraft soll aktiv auf nicht-vereinsgebundene Jugendliche zugehen und gemeinsinnstiften Angebote entwickeln. Zolling möchte sich hier mit der Gemeinde Hallbergmoos zusammentun, um gemeinsam eine Stelle zu finanzieren. Der Gemeinderat begrüßt die Idee.

Onyx Power plant eine öffentliche Informationsveranstaltung zur weiteren Zukunft des Kraftwerks, sobald es die Coronalage wieder erlaubt.

Nina Huber und Viktoria Ocvirk haben die Aufgabenbereich und Projekte der ILE Kulturraum Ampertal https://www.kulturraum-ampertal.de/ und der Öko-Modellregion Kulturraum Ampertal https://www.oekomodellregionen.bayern/kulturraum-ampertal vorgestellt. Ein Aufgabe der ILE ist es, die Bürgermeister der Mitgliedsgemeinden unterhalb der Landkreisebene zu vernetzen. Karl Toth (UBZ) wünscht sich einen stärkeren Fokus auf den Hochwasserschutz durch die Oberlieger und eine engere Zusammenarbeit hinsichtlich Lückenschluss der Radwege.

Das Dach des Kinder- und Jugendhauses muss saniert werden, geschätzte Kosten rund 140.000 EUR. Die Gemeinderäte votieren für eine Eindeckung mit roten Dachziegeln. Vor allem wünschen sie, dass zeitgleich eine PV-Anlage mitgeplant und errichtet wird. Die Einrichtungen im Gebäude haben einen erheblichen Energiebedarf, die sich über moderne Stromspeicher vermutlich gut abdecken lässt.

Der Gemeinderat steht der Anschaffung eines Traktors für rund 140.000 EUR positiv gegenüber. Wenn schon, dann soll ein Frontlader mit bedacht werden.

Der Allwetterplatz und die Laufbahn auf Sportgelände der Dreifachturnhalle müssen saniert werden. Die Firma Kutter https://www.kutter-galabau.de/ erhält hierfür den Auftrag in Höhe von rund 18.000 EUR. Soweit möglich sollen die Kosten an den Schulverband weitergereicht werden.

Die SpVgg Zolling plant einige Sanierungen (Gesamtkosten: 102.000 EUR) und bittet um einen Zuschuss. Entsprechend der Satzung zur Förderung der Vereine https://www.zolling.de/Grundsaetze-der-gemeindlichen-Vereinsfoerderung-Stand-September-2014.o13710.html beteiligt sich die Gemeinde Zolling an den Kosten in der gleichen Höhe wie der BLSV, spricht 20% der der förderbaren Maßnahmen, also rund 20.600 EUR.

Carsharing – ein Thema für Zolling

Carsharing war Thema des virtuellen Treffens der UBZ am Mittwoch 15.12.2021, organisiert von Christian Amann. Andreas Fincke, der Geschäftsführer von StadtTeilAuto Freising führte sachkundig in die Thematik ein. MdL Johannes Becher (Grüne) ergänzte die Ausführungen durch sein eigenes Erleben mit der Nutzung des Angebotes. In der anschließenden Diskussion wurd zahlreiche Fragen beantwortet und nächste Schritte besprochen.

  • Standorte: StadtTeilAuto Freising ist derzeit vertreten in Freising, Moosburg, Neufahrn und Eching. Finden sich ausreichend viele Interessenten. kann das Angebot jederzeit auf andere Gemeinden ausgedehnt werden. 
  • StadtTeilAuto Freising ist Partner von Flinkster, dem Carsharing Angebot der Bahn. Die Buchung erfolgt über die Flinkster App. Auf diesem Wege hat man auch  Zugriff auf das gesamte Flinkster-Netzwerk an 550 Orten.
  • Kosten: Das Angebot ist nutzbar für Mitglieder. Neben der jährlichen Vereinsmitgliedschaft muss einmalig eine Kaution entrichtet werden, die bei Austritt erstattet wird. Die Kosten für eine Buchung richten sich nach Dauer und gefahrener Entfernung.
  • Kosten-Nutzen: Das Angebot lohnt sich insbesondere für Wenigfahrer, je nach Fahrzeug zwischen 5.000- 8.000 km pro Jahr.
  • Für verschiedene Zwecke stehen verschiedene Fahrzeugtypen zur Verfügung: Kleinwagen, Mittelklasse, Kleinbus. Der Kleinbus wird in Freising am Wochenende eifrig von den Vereinen genutzt, was auch in Zolling ein Modell für Auswärtsspiele sein könnte.
  • Stationäres System: Die Fahrzeuge stehen an festen Plätzen zur Abholung bereit und werden auch wieder dorthin zurückgebracht. Günstigerweise an zentraler Stelle, gerne in Verbindung mit einer Bushaltestelle, um auch Bewohner*innen aus den Ortsteilen leicht nutzbar zu sein.
  • Weitere Informationen:

Die UBZ wird das Thema in den Gemeinderat einbringen, um dort Umsetzungsmöglichkeiten zu besprechen.

Wer Interesse hat, beim Carsharing mitzumachen, kann sich unverbindlich melden: Stephan Griebel s-griebel@web.de oder StadtTeilAuto info@sta-fs.de.

Über die Veranstaltung hat das Freisinger Tagblatt in seiner Ausgabe von 20.12.2021 berichtet. Hier geht’s zum Beitrag: https://www.merkur.de/lokales/freising/zolling-ort377209/braucht-zolling-car-sharing-91189340.html

Bericht von der Gemeinderatssitzung am 9. 11. 2021

Auf ihren Plätzen fanden die Mitglieder des Gemeinderates eine Reihe von Unterlagen, insbesondere die aktuellen Gemeindedaten des Planungsverbandes Äußerer Wirtschatsraum München und die Termine für die Gemeinderatssitzungen in 2022.

Im Bericht des Bürgermeisters wurden die Gemeinderät*innen über folgende Punkte informiert:

  • Ein Interessent erklärt seinen Rücktritt vom Kauf eines Grundstücks im Baugebiet Schloßfeld, Flitzing zurück. Aufgrund der Komplexität des seinerzeit angewandten Zuweisungsverfahrens ist eine schnelle Neuvergabe wohl nicht möglich. Es steht im Raum die Vergabe im Zuge anderer größerer Bauvorhaben anzugehen. Die Verwaltung befindet sich hierzu derzeit in rechtlicher Beratung.
  • Die vorbereitende Sitzung zum geplanten Adventsmarkt mit Anwesentheit aller Standchefs hat stattgefunden. Aufrund der sich verschärftenden Corona-Lage kann eine Absage nicht ausgeschlossen werden. [Anmerkung: Der Adventsmarkt wurde zwischenzeitlich tatsächlich abgesagt.]
  • Die Palzinger Kapelle befindet sich in einem stark renovierungsbedürftigen Zustand befindet. In einer Ortbegehung auf Einladung der Ortsgemeinschaft Palzing haben sich die Teilnehmer zum Erhalt der Kapelle als kulturhistorisch wertvolles Bauwerk bekannt. In Würdigung der Sitution hat die Gemeinde dem derzeitigen Besitzer das Angebot gemacht, einen Teil der nicht-förderfähigen Kosten zu übernehmen oder alternativ die Kapelle zu kaufen.
  • Die angespannte Personalsituation im Bauamt der Verwaltungsgemeinschaft konnte nicht gelöst werden. Die Stelle ist seit einen halben Jahr ausgeschrieben, bislang ohne eine einzige Bewerbung trotz mehrfacher Bewerbung. Die Ausschreibung erfolgte, weil – bei unveränderter Personalstärke – die Summe aller Bautätigkeiten seit 2017 bis 2021 von 115 auf 142 Fälle gestiegen ist. Dies führt zu einer Verzögerungen bei einer Reihe von Bauvorhaben.
  • Die Situation rund um den Radweg Palzing – Haindlfing ist frustrierend. Nachdem der Kreisausschuss den Bau des Radweges bis 2023 beschlossen und hierfür erhebliche finanzielle Mittel in den Haushaltsplan eingestellt hatte, hat sich herausgestellt, dass die Stadt Freising auf ihrem Gebiet (seit 2007!) noch immer nicht alle notwendigen Grundstücksverhandlungen abgeschlossen hat. Bürgermeister Priller wird mit Zustimmung des Freisinger Oberbürgermeisters Eschenbacher nun Kontakt zu den Grundstücksbesitzern aufnehmen, um die Sache voranzubringen.

Weitere Besprechungspunkte waren:

  • Die Kommunale Verkehrsüberwachung hat in der Gemeinde Zolling 102h den fließenden und 56h den ruhenden Verkehr überwacht. Dabei sind Kosten von rund 17.900 EUR angefallen und Einnahmen von rund 18.900. Die Auswertung hat ergeben, dass sich die Verstöße gegen die StVO auf wenige Bereiche konzentrieren. Auf diese möchte man sich zukünftig stärker fokussieren.
  • Frau Cordary und Frau Czyborra vom Amt für Jugend und Familie des Landratsamtes Freising haben ihre Tätigkeit im Rahmen der kommunalen Jugendarbeit und des Jugendschutzes berichtet. Schwerpunkt war das Angebot, die Gemeinde Zolling bei der weiteren Entwicklung hin zu einer jugendgerechten Gemeinde zu unterstützen.
  • In 2021 hat Zolling zum ersten Mal überhaupt am Stadtradeln teilgenommen und aus dem Stand heraus Platz 3 hinsichtlich der gefahrenen Kilometer und Platz 1 hinsichtlich der gefahrenen Kilometer je Einwohner erreicht. Die gemeldeten 43 Teams haben dabei insgesamt 79.966 Kilometer zurück gelegt. Die erfolgreichsten Teams wurden durch eine Urkunde und ein kleines Geschenk geehrt. Die ausgelobten 5 Cent / Kilometer zusammen mit den erzielten Überschüsse aus dem Betrieb des Testzentrums ergeben einen Betrag von über 27.600 EUR, der an die Vereine mit Jugendarbeit verteilt wird.
  • Um den Breitbandausbau voranzubringen hat die Gemeinde Zolling nach einem Maßnahmenbeschluß im Dezember 2020 eine Markterkundung auf den Weg gebracht. Auf die Ausschreibung im Breitbandportal hat kein Netzbetreiber Interesse bekundet. Die derzeitigen Föderrichtlinien von Bund und Land greifen nur bei haushalten mit weniger als 100Mbit Anschlüssen, was die Haushalte mit Kabelanschluss bei Vodafone ausschliesst. Mit Deutsche Giganetz GmbH hat sich nun ein Anbieter gefunden, der den Netzausbau eigenwirtschaftlich angehen möchte. Eine erste Informationsveranstaltung für interessierte Bürger*innen hat am 27.10. stattgefunden. Der Gemeinderat hat das Vorhaben für gut befunden und einstimming beschlossen, den Bürgermeister zum Abschluss eines Rahmenvertrages zu ermächtigen. [Siehe auch: https://ub-zolling.de/glasfaserausbau-in-der-gemeinde-zolling/]
  • Der Betreiber der Kiesgrube in Abersberg möchte dort eine Sieb- und Waschanlage errichten, um den Grubenaushub nach Korngröße sortiert anbieten zu können. Die Anlage soll in der Grube unter Straßenniveau errichtet werden, womit sie von aussen nicht sichtbar ist und auch die Schallemissionen reduziert werden. Die Waschung des Kieses erfolgt mit eigenem Brunnenwasser, welches zu 95% mehrfach verwendet wird. Ein Zunahme des Schwerlastverkehrs wird nicht erwartet.
  • Die Baugenehmigung für ein Einfamilienhaus in Oberzolling wird unter der Auflage erteilt, die sich auf dem Grundstück befindliche Hauptwasserleitung um das Haus herum zu verlegen.
  • Nachdem die Umstellung der Straßenbeleuchtung auf LED schon mehrfach Thema im Gemeinderat war, wurde nun abschliessend über die Modellwahl entschieden. Es wird erwartet, dass sich die Kosten binnen 15 Jahren amortisieren.
  • Die Kanalsanierung Palzing-Nord wurde in Auftrag gegeben.
  • Die Bachlohe in Oberappersdorf wird Spielstraße.
  • Auf Antrag der Anwohner stand das Thema “Kirchwegerl” (= Fußweg zwischen Rotnpeckstraße und Roiderstraße) erneut auf der Tagesordnung. Die Anwohner fühlen sich durch anwesende Jugendliche belästigt. Dementgegegen steht die weiterhin stattfindende regelmäßige Nutzung und die kulturhistorische Bedeutung. Der Gemeinderat hat beschlossen, ein Konzept zur Befriedung zu entwickeln und in sechs Monaten erneut zu besprechen.

Glasfaserausbau in der Gemeinde Zolling

Vom schleppenden Breitbandausbau in Deutschland ist Zolling ebenso wie die anderen drei Gemeinden der Verwaltungsgemeinschaft betroffen. Die Gründe reichen bis in die 80er Jahre des letzten Jahrhunderts zurück als man sich für Kupferleitungen statt für Glasfaser entschieden hat. Trotz aller technischen Verbesserungen genügen diese Leitungen heutigen Ansprüchen nicht mehr. Auch die in den Kabelnetzen verbauten Coax-Kabel können mit Glasfaser nicht mithalten. Der Anschluss aller Haushalte und aller Betriebe an Glasfaser ist daher dringend geboten. Um über die Optionen zu informieren und das Angebot eines Anbieters (Deutsche Giganetz)  vorzustellen, luden die vier Bürgermeister*innen der VG am 27.10. zu einer gemeinsamen Veranstaltung ins Bürgerhaus Zolling ein. Dieser Einladung sind zahlreiche Bürger*innen mit großen Interesse gefolgt.

Hinsichtlich Glasfaserausbau (FTTH = Fibre To The Home) kommen eine Reihe von alternativen Wegen in Betracht. Kostenintensiv sind auf die ein oder andere Weise alle, schlicht weil Kabel im Tiefbau verlegt werden müssen. Hierzu haben der Bund und das Land Bayern Förderprogramme aufgelegt. Die Inanspruchnahme dieser Förderprogramme würde jedoch Verwaltungskapazitäten binden und lassen eine Umsetzung von 2026 unwahrscheinlich erscheinen. Aus diesem Grund favorisieren die Bürgermeister*innen den eigenwirtschaftlichen Ausbau durch die Deutsche Giganetz GmbH.

Herr Marx von der Deutschen Giganetz führte aus, wie das Konzept im Details aussieht, in welchen Schritte die Umsetzung erfolgt und bis wann mit einer Fertigstellung zu rechnen ist. Im Laufe des Abend beantwortete er die Fragen der Bürger*innen ausführlich und sachkundig.

In Kürze: Bei dem favorisierten Verfahren errichtet und betreibt die Deutsche Giganetz das Glasfasernetz auf eigene Rechnung und eigenes Risiko. Bedingung ist, dass sich mindestens 40% aller Haushalte in der VG verpflichten, einen Tarif der Firma für die Dauer von zwei Jahren in Anspruch zu nehmen. Wenn sich 40% aller Haushalte dazu bereit erklären, werden 100% der Haushalte der VG bis Grundstücksgrenze erschlossen, so dass später keine weiteren Tiefbaumaßnahmen notwendig werden. Eine Pflicht zur Inanspruchnahme besteht nicht. Rufnummernmitnahme vom bisherigen Anbieter ist kostenfrei möglich. Man bezahlt nur den jeweils genutzen Anbieter.

Die Firma IK-T GmbH aus Regensburg betreut und berät die VG Zolling seit vielen Jahren hinsichtlich Fragen des Netzausbaus. Herr Lenz von der IK-T hat das Angebot der Deutschen Giganetz hinsichtlich technischer, juristischer und wirtschaftlicher geprüft und mit anderen Optionen verglichen. Er konnte bestätigen, dass das Angebot den Standards entspricht, diese teils übertrifft.

Die Deutsche Giganetz wurde vor drei Jahren gegründet und wird von einem kanadischen Pensionsfonds finanziert. Projekte laufen derzeit vor allem in Hessen und Baden-Württemberg. Informationen zu laufenden Projekten in der Nachfragebündelung bzw. Bauphase: https://deutsche-giganetz.de/ausbau/

Was wären die nächsten Schritte?

  • Anschluss einer Kooperationsvereinbarungen zwischen der VG bzw. den Mitgliedsgemeinden und der Deutschen Giganetz GmbH
  • Erhebung des Interesses in einer 4-6 Monate dauernde Vorvermarktungsphase
  • Bei Erreichen des Schwellenwertes von 40% aller Haushalte Entscheidung zur Errichtung des Glasfasernetzes
  • Errichtung des Netzes
  • Entsprechend des Baufortschrittes schrittweiser Anschluss der Haushalte
  • Abschluss binnen 24 Monaten

Bericht von der Gemeinderatssitzung 20.4.2021

Die 13. Sitzung des Zollinger Gemeinderates fand statt am 20.4.2021. Da der Gemeinderat coronabedingt im Bürgerhaus tagt, hatten vor Beginn der Sitzung alle Gemeinderäte und Besucher die Möglichkeit, das im gleichen befindliche Testzentrum zu nutzen und sich testen zu lassen.

Nach der Bestätigung der Protokolle der beiden letzten Gemeinderatssitzung gab Bürgermeister Priller seinen Bericht. Dabei führt er unter anderen aus:

  • Die Klärschlammtrockungsanlage am Kraftwerk Anglberg hat ihren Probebetrieb aufgenommen und testet gezielt verschiedene Betriebsmodi. Derzeit läuft die Anlage störungsfrei und so ist zu erwarten, dass die Anlage bald in den Regelbetrieb überführt werden wird.
  • Das Corona-Schnelltest-Zentrum https://schnelltestzentrum-zolling.de/ hat derzeit rund 18 Stunden pro Woche geöffnet. Dank der Unterstützung freiwilliger Helfer*innen können nunmehr sogar rund 5 Personen je Viertelstunde getestet werden. Damit können rund 500 Tests je Woche angeboten werden. Derzeit gibt es Überlegungen das Testzentrum zu einem Impfzentrum auszubauen. Staatsminister Dr. Florian Herrmann hat seinen Besuch im Testzentrum für Mitte Mai angekündigt.

Im öffentlichen Teil der Sitzung wurden desweiteren behandelt:

Zunächst stellte Frau Glatt die Ergebnisse ihrer Masterarbeit zum Thema ‘Bauen auf dem Land’ vor. Sie führt aus, dass die typische Bebauung an den Ortsrändern mit Einfamilienhäusern weder ökonomisch noch ökologisch nachhaltig ist. Eine solche Bebauung entspricht den Vorstellungen einer autogerechten Stadt und kommt dem Bedürfnis nach Individualität entgegen, schafft jedoch keine Atmosphäre zum Wohlfühlen. Dörfliche Strukturen hingegen zeichnen sich aus durch variable Dichte der Bebauung, Wechsel in Höhe und Breite, keine rechtwinklige Ausrichtung verschieden genutzter Gebäude zueinander und Strukturierung durch Schwellen und Wege. Zwar sind alle Häuser gegendtypisch gebaut, gleichzeitig hat jedes seinen individuellen Charakter. Autos sind Gäste im Fußgängerbereich. Höfe sind gemeinschaftlich genutzte Erfahrungsräume. Erreicht werden kann eine solche einladende und verbindende dörflich Struktur unter anderem durch folgenden Maßnahmen: Spiel mit Weite und Enge; Zulassung engerer Bauweise z.B. zu den Seiten hin; Integration von nicht-störenden Gewerbe; Abhebung der Priorität des Autoverkehrs – Straßen den Menschen (zurück)geben; Schaffung von Wohnraum durch die Gemeinde; Gestaltungsleitfaden entwickeln für Garagen und Schuppen oder Einfriedungen und Zäunen als form- und strukturgebende Elemente in einem Gesamtkonzept.

Im Anschluss stellten Herr Fahnberg und Frau Richter die Beratungsfirma INGEVOST (Ingenieurbüro für Verkehrsuntersuchungen im Orts- und Stadtbereich https://ingevost.de) vor. Der Fokus und die Expertise von INGEVOST liegen in der städtebaulich integrierten Verkehrsplanung. Ein erstes Projekt soll die Entwicklung der Heilmeierstraße hinsichtlich Schulwegsicherheit sein – unter Berücksichtigung der legitimen Bedürfnisse der Anwohner. Angeregt wurde die Einrichtung eines begleitenden Arbeitskreises. Eine breite und vielgestaltige Bürgerbeteiligung hat sich auch bei den exemplarisch vorgestellten Projekten in Burghausen, Gräfelfing, Langquaid, Ebergberg und dem Würmtal bewährt.

Nach der Behandlung verschiedener Bauanträge wurde über die Möglichkeit von hybriden Gemeinderatssitzung (sprich der Ton-Bild-Übertragung) abschlägig entschieden.

Ebenfalls abgelehnt wurde der Antrag von Anwohnern das ‘Kirchwegerl’ zwischen Rotnpeck- und Roiderstraße einzuziehen. Die Widmung zum Eigentümerweg wurde im Juni 1988 ‘unwiderruflich’ vollzogen. Der Weg hat seither seine Bedeutung im gemeindlichen Fußwegesystem, die auch weiterhin als nicht überflüssig festgestellt wurde.

Unter Punkt Verschiedenes wurde neben einer Verkehrssicherungsmaßnahme am Wendehammer Pfarranger unter anderem angeregt, das Ostufer des Anglberger Weihers zu entschlammen. Der Zustand des Sees wird in den kommenden Tagen im Rahmen einer Betauchung festgestellt, so Bürgermeister Priller.

Manuela Flohr hat desweiteren auf das 1000-jährige Gründungsjubiläum von Thann im Jahr 2024 hingewiesen.

(Stephan Griebel)

Bericht von der Gemeinderatssitzung 16.3.2021

In seiner Sitzung vom 16.3.2021 hat der Gemeinderat Zolling unter Leitung von Bürgermeister Helmut Priller etliche große Themen besprochen und entschieden. Die Zeitungen werden in den kommenden Tagen berichten. Hier vorab meine Notizen als Besucher des öffentlichen Teils der Sitzung in der Reihenfolge der Tagesordnung:

Die ILE Kulturraum Ampertal fördert aus dem Regionalbudget die Einrichtung der Online-Ausleihe der Bücherei und auch die Anschaffung eines mobilen Bücherschrankes. Ideen rund um diesen wurden unter anderem auch in der AG Freizeit & Lebensqualität diskutiert und schließlich von der Kulturreferentin Manuela Flohr vorgestellt und die Geldmittel beantragt.

Der Funkmast in Oberappersdorf, der das Funkloch für mobiles Breitbandnetz hätte schließen sollen, kann wegen Einspruchs der Bundeswehr nicht gebaut werden. Der geplante Standort liegt in einem Tieffluggebiet für Hubschrauber. Es muss ein neuer Standort gesucht werden.

Für den 30.3. wird eine Sondersitzung des Gemeinderates anberaumt. Themen sind unter anderem der geplante Dirtpark und Pumptrack. Der Geschäftsführer der Planungsfirma ist eingeladen, die Planungen im Detail vorzustellen und Fragen der Gemeinderäte zu beantworten. Diese ergeben sich z.B. aus dem veränderten Haushaltsansatzes. Für 2021 hat sich diese von 100.000 EUR auf 250.000 EUR erhöht, in gleichem Maße für 2022 verringert. In der gleichen Sitzung sollen die Ergebnisse einer demographischen Untersuchung vorgestellt werden, insbesondere im Hinblick auf den Bedarf nach Kinderbetreuungseinrichtungen in den Ortsteilen.

Wichtigstes Thema des Abend war sicherlich die Verabschiedung des Haushalts 2021. Karl Toth hat die Aufnahme von uns wichtigen Punkte lobend hervorgehoben wie z.B. Umkleide am Anglberger Weiher und die Planungskosten für die Unterführung der St 2054 zwischen Zolling und Flitzing. Er hat angeregt nochmals mit dem staatlichen Straßenbauamt ins Gespräch zu gehen, damit dieses davon absieht, den geplanten Radweg entlang der B 301 zu realisieren. Unter anderen auch aus dem Gesichtspunkt heraus, dass diese Baumaßnahme die Gemeinde 250.000 EUR für die Verlegung einer Wasserleitung kosten würde. Desweiteren hat Karl Toth einen vorausschauenden Hochwasserschutz angemahnt.

Der Gemeinderat hat als nächstes besprochen, die Firma Kubus mit dem zentralen Einkauf des Stroms für die Gemeinde für die Jahre 2023 bis 2025 zu beauftragen und sich für die Option “100% Ökostrom ohne Neuanlagenquote” entschieden. 

Desweiteren wurde entschieden die Matthias-Mayr-Straße zwischen B 301 und Oberzolling von einer Gemeindeverbindungsstraße zu einer Ortsstraße abzustufen. Dies ist der erste Schritt in Richtung Verkehrsberuhigung.

Auf Anfrage und Anregung der Sportvereine SVA Palzing und SpVgg Zolling haben die Gemeinderäte entschieden den Zuschuss für die Pflege der Grünflächen von 0,20 auf 0,30 EUR pro Quadratmeter zu erhöhen und auch die Förderung der Jugendarbeit von 13,46 EUR (= 30 DM) auf 30 EUR je jugendliches Mitglied zu erhöhen. Die Jugendförderung kommt in gleichen Maße auch allen anderen Vereine mit Jugendarbeit zu Gute. Beide Maßnahme wurden ausdrücklich als Anerkennung der Arbeit der Ehrenamtlichen und der Förderung der Jugendarbeit begrüßt.

Im öffentlichen Teil stand zu guter Letzt die Frage nach der Beförderung der Kindergartenkinder an. Die eingeholten Angebote deuten darauf hin, dass auf die Eltern Kosten von etwa 10 EUR je Kind und Tag zukommen, insofern sich keine andere Lösung findet.

(Stephan Griebel)

AG Verkehr & Mobilität 15.12.2020

Die Radwege nach Erlau, Gründl und Haindlfing waren nur drei der über 20 Projekte, über die die AG Verkehr und Mobilität in ihrer Online-Sitzung am 15.12. gesprochen hat. Verschiedene Verbesserungen für Fußgänger wurden ebenso diskutiert wie die Frage nach sicherem Schulweg von der Haustür bis zum Schulhof. Die Herausforderung ist, die berechtigten Interessen aller Verkehrsteilnehmer zu berücksichtigen und in einem allgemein verträglichen Konzept zusammenzuführen.

Die AG-Sprecher Wolfgang Hilz und Jörg Albrecht sortieren nun die Besprechungsergebnisse und zu klärenden offenen Punkte. Ziel ist die Erstellung einer priorisierten Liste, um noch in dieser Legislaturperiode auch größere Projekte erfolgreich anzuschieben.

Die AG Sitzungen stehen allen interessierten Bürgerinnen und Bürgern offen. Für neue Termine und Einwahldaten beachten Sie bitte unseren Veranstaltungskalender.

Die Straße war ihr Schicksal – Ein neues Kapitel

Chaussée von Freising über Mainburg nach Abensperg - historischer, kolorierter Stich, Bild: Stephan Griebel

Chaussée von Freising über Mainburg nach Abensperg – historischer, kolorierter Stich, Bild: Stephan Griebel

Nun ist es also soweit. Nach rund 20 Jahren Vorbereitung, Planung und Bau wird morgen die Nordostumfahrung der B 301 für den Verkehr freigegeben. Viele haben die letzten Wochen genutzt und die neue Trasse mit dem Fahrrad erkundet. Mit teils erheblichen Geländeeinschnitten schlängelt sich die Fahrbahn vom Kreisel in Erlau bis zur Anschlußstelle bei Marzling, wo die B 301 zukünftig in die Trasse der ehemaligen B 11, heute St 2350 mündet. Zolling wird damit kreuzungsfrei an die Autobahn A 92 Anschlußstelle Freising-Ost angeschlossen. Ein Meilenstein in der Entwicklung der ‘Chaussée von Freising über Mainburg nach Abensperg’.

Auf alle Fälle steht zu erwarten, dass der Verkehr auf der B 301 zunimmt. Neben den Pendlern aus der Hallertau ist es gut möglich, dass die Strecke als Abkürzung  oder Umgehung für den Fernverkehr entdeckt wird, nicht zuletzt weil auch Au zwischenzeitlich eine Umgehung hat. Im schlechtesten Fall wird die neue Verbindung zu einem Beispiel des Braess-Paradoxons, bei dem die Schaffung neuer Verkehrskapazität paradoxerweise zu einer Verschlechterung des Gesamtsystems führt. Wir wollen dies nicht hoffen.

Als nachgelagerter Effekt ist auch ein verstärkter Siedlungsdruck denkbar – raus aus der Stadt, rein ins Land. Eine schnelle Verkehrsanbindung macht es attraktiv in Zolling ebenso wie in der weiteren Hallertau zu wohnen. Dies kann zu einer weiteren Verknappung von Bauland und Wohnraum und dementsprechend zu weiteren Preissteigerungen führen. Zudem führt dies zu einer erhöhten Nachfrage an kommunaler Infrastruktur wie Kindergärten, Schulen usw.

Unmittelbar wird der Verkehr an Zolling vorbei mehr werden. Dies wird es schwieriger machen, vom Eichenhof, von der Matthias-Mayr-Straße und Freisinger Straße, an der Rewe-Kreuzung und in Flitzing auf die B 301 zu fahren. Welche Konsequenzen dies für den innerörtlichen Verkehr hat, bleibt abzuwarten.

Vom Mehr-Verkehr werden insbesondere die direkten Anrainer betroffen sein. Glücklicherweise wurde bei der letzten Straßensanierung vor einigen Jahren Flüsterasphalt aufgetragen. Auch wurden seinerzeit auf Anregung der UBZ die Ortseingangsschilder weiter nach außen versetzt, um eine Geschwindigkeitsverminderung und damit Lärmsenkung zu erreichen.

Josef Brückl jedenfalls könnte, so er noch lebte, sein Buch „Die Straße war ihr Schicksal“ um ein weiteres interessantes Kapitel erweitern. Welche unerwarteten Entwicklungen sich wohl ergeben werden?

Seitens der UBZ werden wir die weitere Entwicklung sehr genau beobachten.  Ziele zur Verkehrsentwicklung haben wir unter anderem in unserem Programm für 2020 – 2026 formuliert. Zudem haben wir eine Arbeitsgruppe eingerichtet, die sich um die weitere Verkehrsplanung und Mobilitätskonzepte kümmert.  Wenn Sie mehr wissen oder selbst mitwirken wollen, fühlen Sie hierzu herzlich eingeladen.