Nach dem Amperhochwasser im Juni 2024 war eine große Gruppe an Störchen in den Wiesen bei Erlau zu sehen. Bis zu einem Dutzend der Vögel suchten in den aufgerissenen Feldern nach Nahrung. Offensichtlich war der Tisch für die Allesfresser, die auch Aas nicht verschmähen, reich gedeckt.
Auch später nutzte eine Gruppe von drei bis vier Tieren das Kirchendach als nächtlichen Rückzugsort.
Störche in der Umgebung
Immer mal wieder sind Störche auch in Zolling, meistens wohl bei der Durchreise, aufgefallen. In der näheren Umgebung gibt es mehrere Horste, die auch regelmäßig mit Nachwuchs aufwarten können. So in Thonstetten, Freising und Hohenkammer (siehe Storchenkarte des LBV). Die größte Population gibt es rund um das Kompostwerk in Eitting. Auf den Dächern der Anlage sind die Vögel häufig sichtbar. Kein Wunder, das Nahrungsangebot hier ist üppig, allerdings auch nicht ungefährlich. Insbesondere die Gummis, die z. B. Radieschen bündeln, werden mit dem Regenwurm verwechselt und gefressen. Nicht selten führt das zum Tod der Tiere. Außerdem sind Storchennester in der Umgebung knapp, deshalb wird auch mal auf dem Boden genistet, natürlich ohne Erfolg.
Der Lebensraum des Storches
Er besiedelt offene und halboffene Landschaften. Dabei bevorzugt er feuchte und wasserreiche Gegenden wie Flussauen und Grünlandniederungen. Der Weißstorch ernährt sich von Kleintieren wie Regenwürmern, Insekten, Schnecken, Froschlurchen, Maulwürfen, Mäusen, Ratten, Spitzmäusen, Fischen, Eidechsen, Schlangen sowie von Aas. Selten frisst er Eier und Nestlinge anderer Vögel, vor allem bodenbrütender Arten. Er ist auf keine Nahrung spezialisiert, sondern frisst Beute, die häufig vorhanden ist. Deshalb bezeichnet man den Weißstorch als Nahrungsopportunisten.
Errichtung einer Horstplattform, um den Vögeln auch in Zolling eine Nistmöglichkeit zu bieten. Sie sollte hoch genug und von allen Seiten frei anfliegbar sein. Eine freie Sicht auf die umliegenden Nahrungsflächen ist günstig. Für die Errichtung der Anlage muss der Standort befahrbar sein.

