Bürgerinformationsabende Palzing & Oberappersdorf

Die Gemeindeordnung sieht vor, dass der Bürgermeister einmal im Jahr über die Tätigkeit des vergangenen Jahres öffentlich Bericht ablegt. Wegen der Coronabeschränkungen musste die Bürgerversammlung in den vergangenen beiden Jahren entfallen und hat dieses Jahr im Mai im Bürgerhaus Zolling stattgefunden. Im Rahmen von zusätzlichen Bürgerinformationsabenden in Palzing am 18.10 und Oberappersdorf am 20.10. hat es nun zusätzliche Informations- und Austauschmöglichkeiten gegeben.

Nach Vorstellung der neuen Bürgermeisterassistenz Eva Brunner stellte Bürgermeister Helmut Priller 16 Gemeinderäte vor und deren bisherigen Aktivitäten. So wurden in 29 Sitzungen 510 Beschlüsse gefasst.

Zum Stichtag 31.12.2021 waren 5160 Einwohner mit Erst- oder Zweitwohnsitz gemeldet, davon 5020 mit Hauptwohnsitz. Die Gemeinde wächst mit rund 1.6% deutlich zu schnell. Dies ist dem Siedlungsdruck im Ballungsraum München geschuldet. Zu schnell, weil gemeindliche Strukturen wie Kindergarten und Schulen oder weitere Einrichtungen entsprechend mitwachsen müssen. Gut wäre ein Wachstum von nur rund 0,8%. 16.9% sind nicht-deutsche Staatsbürger, was dem bayerischen Schnitt entspricht. Mit 41,6 Jahren ist Zolling eine vergleichsweise junge Gemeinde.

Die Finanzen der Gemeinde können sich sehen lassen. Aufgrund der regelmäßigen Steuereinnahmen ist die Gemeinde schuldenfrei und besitzt hohe Rücklagen, welche für anstehende Investitionen zu gebrauchen sind. Regelmäßige Ausgaben gehen an die VG zur Bereitstellung der Verwaltung und an den Schulverband.

Während das Gewerbegebiet Ost bereits bebaut wird, befindet sich die Bauleitplanung Gewerbegebiet Harland in der Fertigstellung und in Thann Plörnbacher Straße sucht man nach Wegen die Einsprüche durch die Festlegung von Grunddienstbarkeiten aufzufangen. Der Bauhof wurde fertig gestellt und bietet nun Platz für (fast) alle Fahrzeuge, Werkstatt usw. Das Dachgeschoß der Feuerwehr Zolling wird ausgebaut, um Feuerwehrlern oder Gemeindemitarbeitern Wohnraum anbieten zu können.

Durch die Beschaffung eines Bauwagens kann der Kindergarten Kleine Strolche jedem Kind einmal wöchentlich einen Waldtag anbieten. Durch den Einbau einer raumlufttechnischen Anlage im Südtrakt der Grundschule wird die Luft gefiltert und ausgetauscht um eine gutes Lernklima herzustellen.

Das Seniorencafé und die Ausflüge für Senioren erfreuen sich großer Beliebtheit. Der geplante Dirtpark mit Pumptrack bietet neue Gelegenheiten sich sportlich auszutoben.

2023 soll endlich der Glasfaserausbau in der Gemeinde Zolling beginnen. Abschluss ist geplant für 2025. Weitere Informationen hierzu ab November.

Beim heurigen Stadtradeln wurden 112.349 km erradelt. Damit liegt Zolling im Landkreis Freising auf Platz 2 hinter Freising und vor Moosburg. Bei den Gemeinden bis 10.000 Einwohnern in Bayern auf Platz 3 und im Bund auf Platz 15.

Das Bürgerfest war ein voller Erfolg. Statt geplanten 1.200 Teilnehmern wurden 2.400 Personen verzeichnet. Teils waren die Stände bereits um 19.00 Uhr ausverkauft trotz Aktivierung verschiedener Reserven. Der Reinerlös von rund 12.000 EUR wird in neue Ausstattung zugunsten aller Vereine investiert.

Bürgermeister Priller dankt seinen Vorgängern im Amt und hier insbesondere Max Riegler für das gut bestellte Haus. Auch dankt es alle Freiwilligen und Ehrenamtlichen, ohne deren Einsatz eine Gemeinde nicht funktionieren könnte.

Details Palzing
Palzing zählt zum Stichtag 670 Einwohner*innen und ist damit der drittgrößte Ortsteil in der Gemeinde.

Das Ortgebiet und die landwirtschaftlichen Flächen wurden neu vermessen, womit ein lange vorbereitetes Projekt abgeschlossen werden konnte. In der Gemarkung Palzing hat die Gemeinde 27.700 m² Grund erworben. Ein Großteil bildet der Sportplatz des SVA nebst Flächen z.B. zum Radwegebau. Der Grunderwerb zum Radweg nach Haindlfing wurde seitens der Gemeinde Zolling abgeschlossen. Unbekannt ist, wie weit die Freisinger fortgeschritten sind. Hinsichtlich Radweg nach Helfenbrunn wurde noch nichts unternommen, schlicht weil bislang die Zeit dafür gefehlt hat.

Moosstraße und Bergstraße wurden saniert. In allen Nebenstraßen soll 30er-Zonen eingerichtet werden, in der Dr. Georg-Völkl-Straße je nach Ausgang der Anwohnerbefragung vielleicht sogar eine Spielstraße. Es finden Überlegungen statt, Querungshilfen beim Bushäuschen Ampertalstraße und beim Sportplatz einzurichten. Herausforderung ist hier insbesondere, dass es sich um eine Staatsstraße (St 2054) handelt.

Zur Lösung der Hochwasserproblematik wurde zum einen eine mobile Wassersperre gekauft, um den Kapellenweg bei Gefahr abzusichern. Desweiteren wurde eine Dienstbarkeit auf einem Wiesengrundstück neben der FS 9 eingerichtet, um dort eine regulierbare Regenrückhalteanlage zu installieren. Ziel ist, dass Wasser des Hutgrabens gar nicht oder nur sehr verzögert nach Palzing fließen zu lassen.

Während die Sanierung der Kapelle noch zur Planung ansteht, wurden die Spielplätze bereits mit neuen Geräten ertüchtigt. Aufgrund einer kürzlich erfolgten Anregung soll am Dorfplatz eine Toilettenanlage mit Lagermöglichkeit errichtet werden. Am Friedhof ist der Bau einer Urnenwand geplant.

Anregungen und Rückfragen aus Palzing zielten insbesondere auf die Einrichtung von Rad-, Wander- und Spazierwegen rund um den Ort, nach einer Reduktion der Lichtverschmutzung in Zuge der Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf LED und insbesondere wie Zolling auf einen längeren Stromausfall vorbereitet ist. Alle Fragen konnten sachdienlich beantwortet werden. Anregungen wurden notiert und fließen in die weitere Arbeit ein.

Details Oberappersdorf
In Berichtszeitraum wurden 10.618 m² Grund erworben, nötig z.B. als Verhandlungsmasse für andere Grundstücksgeschäfte.

In allen Nebenstraßen soll 30er-Zonen eingerichtet werden, in der Bachlohe eine Spielstraße. Da dieser Punkt kontrovers diskutiert wurde, wird es hierzu nochmals eine Anwohnerbefragung geben.

Nach dem Umbau der Kläranlage ist ein großes Becken ungenutzt. Dort könnte eine schwimmende PV Anlage errichtet werden. Die Feuerwehr regt an, dort eine Absaugstelle zu errichten, auch um bei etwaigen Waldbränden ausreichend Löschwasser zur Verfügung zu haben.

Neben dem Bolzplatz wird ein Dirtpark errichtet. Es wurde der Wunsch geäußert, am Bolzplatz einen Strom-, Wasser- und Abwasseranschluss einzurichten für diverse Festivitäten. Bei der Bepflanzung des Regenrückhaltebeckens mit Obstbäumen und Sträuchern soll ausreichend Platz für das Johannisfeier berücksichtigt werden.

Der Friedhof Oberappersdorf ist der einzige in Hand der Gemeinde. Nach Untersuchungen auf Standfestigkeit mussten einige Bäume gefällt werden. Neupflanzung ist vorgesehen.

Das Kriegerdenkmal ist renoviert und neu bepflanzt, einzig die Bodenplatten müssen noch hergerichtet werden.

Der lange erwartete Mobilfunkmast soll endlich errichtet werden. Als Standort ist an der FS 10 nach Gründl am Waldrand vorgesehen.

Die FS 10 Richtung Gründl soll 2024 ausgebaut werden. Eine Gelegenheit gleich einen Radweg mitzubauen. Der notwendige Grund gehört teilweise bereits der Gemeinde, teils muss er noch erworben werden.

In Oberappersdorf wird der Maibaum alle zwei Jahre per Hand aufgerichtet. Zur Vermeidung von Unfällen wäre stattdessen eine Aufrichtung per Kran anzuraten. Alternativ wird ein stabil ausgeführter Fixpunkt gewünscht zum Anbringen einer Umlenkrolle.

Teil sind Kreuzungsbereiche schlecht einsehbar und anderenorts ragen Hecken und Bäume über Gebühr über Fußwege und Straßen. Abhilfe wird hier von einer neuen Einfriedungssatzung erwartet und von einem forcierten Rückschnitt nach gemeindlicher Aufforderung.

Anregungen und Rückfragen aus Oberappersdorf wurden bereits während des Vortrages eingeworfen, sofort beantwortet oder weiteren Bearbeitung notiert.

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