Archiv des Autors: Stephan Griebel

Ein halbes Jahrhundert erfolgreiche Kommunalpolitik

1972 als Wählergemeinschaft “Arbeitnehmer und Siedler” gegründet, begleitet die UBZ die Zollinger Kommunalpolitik seit nunmehr 50 Jahren aktiv und konstruktiv.

Die Süddeutsche Zeitung berichtet darüber in ihrer Ausgabe vom 26.5.2022:
https://www.sueddeutsche.de/muenchen/freising/zolling-ubz-50-jahre-geburtstag-1.5591944

Von der “Wählergemeinschaft Arbeitnehmer und Siedler” zur UBZ

Seit 50 Jahren engagieren sich die Mitglieder der UBZ für die Bürger*innen der Gemeinde Zolling. Zeit für einen Rück- und Ausblick und Gelegenheit verdiente Mitglieder zu ehren.

Das Freisinger Tagblatt berichtet darüber am 24.5.2022: https://www.merkur.de/lokales/freising/zolling-ort377209/seit-50-jahren-in-zolling-poltitisch-aktiv-von-der-waehlergemeinschaft-arbeitnehmer-und-siedler-zur-ubz-91566903.html

Die Flatterulme hat nun eine Nachbarin

1972 ist die UBZ zum ersten Mal zur Gemeinderatswahl angetreten, damals noch unter der Bezeichnung „Arbeitnehmer und Siedler“. Zur Erinnerung an 50 Jahre erfolgreiches Mitwirken in der Kommunalpolitik spendete die UBZ eine Rot-Buche, den Baum des Jahres 2022. Mit den besten Wünschen, ein echter Zollinger zu werden, wurde die Buche am Tag des Baumes gepflanzt.
Das Freisinger Tagblatt berichtet hierüber in seiner Ausgabe vom 28.4.2022: https://www.merkur.de/lokales/freising/zolling-ort377209/zum-50-jaehrigen-pflanzen-die-unabhaengigen-buerger-zolling-den-baum-des-jahres-2022-91505779.html

Bericht von der Gemeinderatssitzung am 8.2.2022

In Vertretung des Bürgermeisters wurde die Sitzung dieses Mal vom zweiten Bürgermeister Gottfried Glatt geleitet.

In der letzten nicht-öffentlichen Sitzung wurde der Auftrag zur Aufstellung und Wartung über vier Jahre für Luftfilter für den Kindergarten vergeben. Die Gesamtkosten von rund 66.000 EUR werden mit 22.00 EUR bezuschusst.

Seit der vergangenen Sitzung wurde die Verkehrsüberwachung beauftragt, in der Matthias-Mayr-Straße zukünftig vermehrt zu dem Stoßzeiten die Geschwindigkeit zu messen.

Im Nachgang zum letztjährigen Stadtradeln wurde eine Reihe von Verbesserungsvorschlägen eingebracht, die zwischenzeitlich mit dem Landratsamt besprochen wurden. Einiges wird umgesetzt (Verbesserung der Beschilderung an verschiedenen Stellen; Rasengittersteine o.ä. bei Unterführung Brücke B301; Umrüstung der Beleuchtung auf LED bei Unterführung Zolling-Oberzolling), anderes wurde weitergereicht an die zuständige Behörde (Trennung Radweg/Fahrbahn Brücke B301), manches benötigt mehr Nachdruck (Querungshilfe Ampertalstraße Palzing). Ob ein Zebrastreifen oder eine Bedarfsampel einrichtet werden kann richtet sind nach Anzahl der Fußgänger und Fahrzeuge. Die Details sind festgelegt in der R-FGÜ, den Richtlinien für die Anlage und Ausstattung von Fußgängerüberwegen herausgegeben vom Bundesministerium für Verkehr. Download z.B. https://www.fgsv-verlag.de/pub/media/pdf/252.v.pdf Die Gemeinderäte schätzen den Fahrzeugverkehr als mindestens ebenso hoch wie in Kirchdorf ein und dringen daher darauf, einen entsprechenden Antrag zu stellen.

Dem Jahresbericht der Bücherei Zolling war zu entnehmen, dass über 600 Nutzen über 16.000 Medien ausgeliehen haben. Durch die Anschaffung von rund 2.100 Medien hat sich der Gesamtbestand auf nun fast 20.000 Medien erhöht. Durch eine Vielzahl verschiedener Maßnahmen hat sich die Attraktivität der Bücherei deutlich erhöht. Trotz Förderung in Höhe von 24.000 EUR muss die Gemeinde rund 60.000 EUR zuschießen, um die Bücherei zu betreiben. Die Gemeinde macht dies gerne.

Die dringend gebotene Erweiterung der Kläranlage wird fristgerecht zum 31.3.2022 abgeschlossen. Dies schließt die Pumpstation am Forellenweg mit ein.

Die Sanierung des Hochbehälters geht planmäßig voran. Die Maßnahmen werden zum Mai 2022 abgeschlossen sein.

Wegen der Überlastung des Bauamtes werden die Planungsarbeiten zur Erschließung des Baugebietes Anglberg-West an ein externes Planungsbüro vergeben. Hierfür vorgesehen ist die WipflerPLAN Planungsgesellschaft mbH https://www.wipflerplan.de Das Planungsbüro wird sich im Zuge der Haushaltssitzung am 22.2. vorstellen.

Zur Feier des 50-jährigen Bestehens der UBZ wird diese den Baum des Jahres, eine Rotbuche, am Tag des Baumes, dem 25.4., pflanzen. Der Kauf des Baumes erfolgt durch die UBZ. Die Pflege des Baumes übernimmt die Gemeinde Zolling.

In Zolling gibt es Bedarf an mobiler Jugendsozialarbeit/Streetworker. Diese Kraft soll aktiv auf nicht-vereinsgebundene Jugendliche zugehen und gemeinsinnstiften Angebote entwickeln. Zolling möchte sich hier mit der Gemeinde Hallbergmoos zusammentun, um gemeinsam eine Stelle zu finanzieren. Der Gemeinderat begrüßt die Idee.

Onyx Power plant eine öffentliche Informationsveranstaltung zur weiteren Zukunft des Kraftwerks, sobald es die Coronalage wieder erlaubt.

Nina Huber und Viktoria Ocvirk haben die Aufgabenbereich und Projekte der ILE Kulturraum Ampertal https://www.kulturraum-ampertal.de/ und der Öko-Modellregion Kulturraum Ampertal https://www.oekomodellregionen.bayern/kulturraum-ampertal vorgestellt. Ein Aufgabe der ILE ist es, die Bürgermeister der Mitgliedsgemeinden unterhalb der Landkreisebene zu vernetzen. Karl Toth (UBZ) wünscht sich einen stärkeren Fokus auf den Hochwasserschutz durch die Oberlieger und eine engere Zusammenarbeit hinsichtlich Lückenschluss der Radwege.

Das Dach des Kinder- und Jugendhauses muss saniert werden, geschätzte Kosten rund 140.000 EUR. Die Gemeinderäte votieren für eine Eindeckung mit roten Dachziegeln. Vor allem wünschen sie, dass zeitgleich eine PV-Anlage mitgeplant und errichtet wird. Die Einrichtungen im Gebäude haben einen erheblichen Energiebedarf, die sich über moderne Stromspeicher vermutlich gut abdecken lässt.

Der Gemeinderat steht der Anschaffung eines Traktors für rund 140.000 EUR positiv gegenüber. Wenn schon, dann soll ein Frontlader mit bedacht werden.

Der Allwetterplatz und die Laufbahn auf Sportgelände der Dreifachturnhalle müssen saniert werden. Die Firma Kutter https://www.kutter-galabau.de/ erhält hierfür den Auftrag in Höhe von rund 18.000 EUR. Soweit möglich sollen die Kosten an den Schulverband weitergereicht werden.

Die SpVgg Zolling plant einige Sanierungen (Gesamtkosten: 102.000 EUR) und bittet um einen Zuschuss. Entsprechend der Satzung zur Förderung der Vereine https://www.zolling.de/Grundsaetze-der-gemeindlichen-Vereinsfoerderung-Stand-September-2014.o13710.html beteiligt sich die Gemeinde Zolling an den Kosten in der gleichen Höhe wie der BLSV, spricht 20% der der förderbaren Maßnahmen, also rund 20.600 EUR.

Bericht von der Gemeinderatssitzung am 11.1.2022

Die 21. Sitzung der Gemeinderates Zolling war zumindest im öffentlichen Teil bislang eine der kürzesten. Bedingt durch die Feiertage konnten nicht so viele Entscheidungen wie sonst üblich entscheidungsfähig vorbereitet werden. Wesentliche Besprechungspunkte waren:

Zu Beginn des Jahres 2021 musste aus rechtlichen Gründen die bis dato stattgefundene Beförderung der Kindergartenkinder im Schulbus aus Palzing bzw. Oberappersdorf eingestellt werden. Ein Schulbus verfügt weder über die notwendigen Rückhalteeinrichtungen noch ist eine entsprechende geschulte Begleitperson anwesend. In der Gemeinderatssitzung vom 20.7.2021 wurde die Verwaltung beauftragt nach einer Lösung zu suchen. Verschiedenen Optionen wurde nachgegangen, keine war von Erfolg gekrönt. Weder fanden sich begleitende Eltern, noch waren die Kosten für einen separaten Kleinbus darstellbar. Auch das neu beauftragte Busunternehmen sah sich nicht in der Lage, die Vorgaben zu erfüllen angesichts eines durch Schulkinder bereits vollständig ausgelasteten Schulbusses. Die Gemeinde hat ihr Möglichstes getan und stellt weitere Bemühungen bis auf Weiteres ein.

Seit dem 15.12.2021 bietet das Testzentrum Zolling auch Impfungen mit Moderna an, wodurch die Gemeinde nun auch als offizielles Impfzentrum Zolling gelistet ist. Das Impfzentrum wurde in enger Abstimmung mit dem Landratsamt und dem Gesundheitsamt abgestimmt. Termin ist jeweils Mittwoch zwischen 15.00 Uhr und 19.00 Uhr. Es können pro Impftag 100 Interessierte geimpft werden. Die Impfung erfolgt durch zwei Ärzte.
Die bisherigen Termine waren stets ausgebucht, so dass nun zusätzliche Termine an den kommenden Samstagen angeboten werden. Termine werden der Nachfrage entsprechend angeboten. Anmeldung erfolgt online über das bayerische Impfzentrum https://impfzentren.bayern/
Die Rückmeldungen aus der Bevölkerung sind hervorragend, daher dankte Bürgermeister Priller recht herzlich dem als Zuhörer anwesenden Thomas Rattenhuber und auch seinem Team.

Neben einigen Baugenehmigungen aus der laufenden Verwaltung und Beschluss durch den Gemeinderat wurden auch Planungsvergaben positiv beschieden: zum einen die Erschliessungsplanung im neuen Gewerbegebiet Harland, und die Planung zum barrierefreien Umbau des Rathausvorplatzes. Leider ist für dieses Umbau selbst (beschlossen am 14.9.2021) keine Förderung zu erhalten. Förderfähig wären lediglich Blindenführungssteine, die aber nur dann sinnvoll erscheinen, wenn sie ortsweit eingebaut würden.

Im Punkt Anfragen und Anregungen ging es zweimal um das Thema Verkehr. Zum einen um eine unerträgliche Parksituation in Palzing: ein Anwohner parkt regelmäßig eine als Fußweg gedachte Fläche zu. Hier wird die Verwaltung beauftragt, eine geeignete Beschilderung zu überprüfen, um dauerhaft Abhilfe zu schaffen. Zum anderen über erhöhte Geschwindigkeit in der Matthias-Mayr-Straße in Oberzolling. Die Straße wird von aus Richtung Westen kommenden Verkehrsteilnehmern zunehmend als Umgehung der Aldi-Kreuzung im morgendlichen Berufsverkehr genutzt.

1. Januar 1972: Appersdorf wird eingemeindet

Im Zuge der Gebietsreform zu Beginn der 1970er Jahre wurde schließlich die Gemeinde Appersdorf nach Zolling eingemeindet. Vorangegangen war eine Abstimmung bei der sich eine Mehrheit von über zwei Drittel für eine Anbindung an Zolling ausgesprochen hat. Unzufrieden mit dieser Entscheidung bemühten sich in den darauffolgenden Jahren einige Interessierte um eine erneute Bürgerbefragung. Mit Verweis auf die bereits erfolgte Abstimmung, der Übernahme der Altschulden und der getätigten Investitionen lehnte die Gemeinde Zolling dieses Begehren ab. In den folgenden Jahren gab es um die Anwesen in Ober- und Unterholzhäuseln noch einiges Hin und Her bis auch hier im Jahr 1980 schließlich Einvernehmen hergestellt wurde.

Hintergründe zu den Umständen der Eingemeindung, den Diskussionen und schließlich getroffenen Entscheidungen finden sich in den örtlichen Chroniken (im Rathaus erhältlich) und in der Ausgabe 05 des Bürgermagazin Zollo.

Quellen:

  • Josef Brückl, Adolf Widmann: Zolling, eine Gemeinde im Ampertal, Zolling 1994
  • Zollo – Ihr Bürgermagazin rund um Zolling, Ausgabe 5, Zolling 2021

Bericht von der VG Versammlung am 20.12.2021

Der Vorsitzende der VG, Anton Geier, berichtete zunächst von den in der letzten nicht-öffentlichen Sitzung gefassten Beschlüsse, unter anderem die Einstellung eines/einer Auszubildenden zum/zur Verwaltungsfachangestellten und eines/einer neuer Mitarbeiter*in im Bau- und Planungsamt. Nachfolgend erklärte er, dass während die Stelle der Auszubildenden besetzt werden konnte,  die Stelle im Bauamt trotz viermaliger Ausschreibung immer noch ohne Bewerbung sei. In der VG und den vier Mitgliedsgemeinden erfolgten im Berichtszeitraum 79 Eintritte, denen 44 Austritte gegenüberstanden. Als Eintritt zählen hierbei auch die 24 Helfer*innen im Zollinger Testzentrum.

Frau Schiffmann stellte als zuständige Mitarbeiterin den Haushaltsplan der VG für das Jahr 2022 vor. Der Haushalt ein Gesamtvolumen von rund 2,866 Millionen EUR, wovon rund 2,158 Millionen auf Personalkosten entfallen, 438 Tausend EUR auf verwaltung/Betriebskosten und 193 Tausend EUR auf Anschaffung und Pflege der EDV. Bei gesamt 13.187 Einwohnern zum Stichtag 31.12.2020 ergibt sich eine Umlage von 169,09 EUR je Einwohner, die auf die Gemeinde entsprechend ihrer Größe umgelegt wird.

Aus praktischen Gründen führt die VG seit 2008 auch die Lohn- und Gehaltsabrechnungen für die Mitarbeiter*innen der Baumgartner Gruppe durch. Waren in der Vergangenheit 8 Mitarbeiter*innen zu verwalten, so ist die Zahl zwischenzeitlich auf 10 angewachsen, die auch weitere allgemeine Services in Anspruch nehmen. Daher wird die Abrechnungspauschale von 20 auf 25 EUR pro Fall und Monat angehoben. In Summe bewegt man sich damit in Regionen, in denen potentiell Umsatzsteuer zu entrichten ist (Schwelle: 17.500EUR).

Das Landratsamt hat die Abrechnungen für die Jahre 2017 bis 2020 geprüft. Die VG-Versammlung hat den Bericht der Rechnungsprüfer ebenso wie die Stellungnahme der VG zur Kenntnis genommen.

Bericht von der Schulverbandsversammlung vom 20.12.2021

Nach dem Abhandeln der üblichen Formalia konnte der Schulverbandsvorsitzende Helmut Priller sofort eine gute Nachricht überbringen. In seiner letzten Sitzung am 24.11.2021 hat die Schulverbandsversammlung den Einbau eine zentralen Lüftungsanlage besprochen. Am 25.11. hat die Verwaltung einen Förderantrag an die BAFA (Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle) gestellt, der mit Schreiben vom 30.11. umgehend positiv beschieden wurde. Der Förderbescheid sieht vor, dass die Anlage bis spätestens 3.12.2022 errichtet und in Betrieb genommen sein muß. Dies ergibt einen ambitionierten Zeitplan bei Planung und Umsetzung, doch zeigte sich Helmut Priller aufgrund der bereits geführte Vorgespräche mit den beauftragten Unternehmen zuversichtlich den Zeitplan einhalten zu können. Um den Unterricht nicht zu stören wird der Einbau über die Pfingst- bzw. Sommerferien erfolgen.

Frau Daniela Schiffmann stellte den Haushaltsplan des Schulverbandes für 2022 und die darauffolgenden Jahre vor. Der Plan hat eine Gesamtvolumen von rund 3 Millionen EUR. Neben einer jährlichen Tilgung von 600 Tausend EUR für den Neubau des Mitteltraktes (bis 2026 abgetragen) enthält der Plan Investitionen in oben genannten Lüftungsanlage (der Mittelschulteil ist selbst zu tragen, siehe Bericht vom 24.11.), IT Ausstattung (z.T. förderfähig), Personalkosten und anderes.

Zum Stichtag 1.10.2021 besuchten die Grund- und Mittelschule Zolling 415 Schüler*innen: 34 Attenkirchen, 0 Freising, 39 Haag, 0 Langenbach, 47 Wolfersdorf, 295 Zolling. Die Kosten werden anteilig umgelegt.

Das Landratsamt hat bei seiner letzten Prüfung der Finanzen festgestellt, dass die Gebühren für die Mittagsbetreuung und das Mittagessen zu niedrig angesetzt sind. Die Versammlung hat daher eine Anhebung der Gebühren von rund 20% beschlossen, gestaffelt nach Nutzung und Anzahl der Geschwister. Die Gebühren waren zuletzt vor sieben Jahren angepasst worden.

Manuela Flohr regte die Einrichtung eines überdachten, zumindest beschatteten “Klassenzimmers im Freien” an. Bei geeigneten Wetter könnten so Unterrichtsstunden im Freien statt finden. Bei Beantragung über den Elternbeirat könnte eine Förderung durch das Regionalbudget der ILE ins Auge gefasst werden.

Carsharing – ein Thema für Zolling

Carsharing war Thema des virtuellen Treffens der UBZ am Mittwoch 15.12.2021, organisiert von Christian Amann. Andreas Fincke, der Geschäftsführer von StadtTeilAuto Freising führte sachkundig in die Thematik ein. MdL Johannes Becher (Grüne) ergänzte die Ausführungen durch sein eigenes Erleben mit der Nutzung des Angebotes. In der anschließenden Diskussion wurd zahlreiche Fragen beantwortet und nächste Schritte besprochen.

  • Standorte: StadtTeilAuto Freising ist derzeit vertreten in Freising, Moosburg, Neufahrn und Eching. Finden sich ausreichend viele Interessenten. kann das Angebot jederzeit auf andere Gemeinden ausgedehnt werden. 
  • StadtTeilAuto Freising ist Partner von Flinkster, dem Carsharing Angebot der Bahn. Die Buchung erfolgt über die Flinkster App. Auf diesem Wege hat man auch  Zugriff auf das gesamte Flinkster-Netzwerk an 550 Orten.
  • Kosten: Das Angebot ist nutzbar für Mitglieder. Neben der jährlichen Vereinsmitgliedschaft muss einmalig eine Kaution entrichtet werden, die bei Austritt erstattet wird. Die Kosten für eine Buchung richten sich nach Dauer und gefahrener Entfernung.
  • Kosten-Nutzen: Das Angebot lohnt sich insbesondere für Wenigfahrer, je nach Fahrzeug zwischen 5.000- 8.000 km pro Jahr.
  • Für verschiedene Zwecke stehen verschiedene Fahrzeugtypen zur Verfügung: Kleinwagen, Mittelklasse, Kleinbus. Der Kleinbus wird in Freising am Wochenende eifrig von den Vereinen genutzt, was auch in Zolling ein Modell für Auswärtsspiele sein könnte.
  • Stationäres System: Die Fahrzeuge stehen an festen Plätzen zur Abholung bereit und werden auch wieder dorthin zurückgebracht. Günstigerweise an zentraler Stelle, gerne in Verbindung mit einer Bushaltestelle, um auch Bewohner*innen aus den Ortsteilen leicht nutzbar zu sein.
  • Weitere Informationen:

Die UBZ wird das Thema in den Gemeinderat einbringen, um dort Umsetzungsmöglichkeiten zu besprechen.

Wer Interesse hat, beim Carsharing mitzumachen, kann sich unverbindlich melden: Stephan Griebel s-griebel@web.de oder StadtTeilAuto info@sta-fs.de.

Über die Veranstaltung hat das Freisinger Tagblatt in seiner Ausgabe von 20.12.2021 berichtet. Hier geht’s zum Beitrag: https://www.merkur.de/lokales/freising/zolling-ort377209/braucht-zolling-car-sharing-91189340.html

Bericht von der Gemeinderatssitzung am 7.12.2021

Nach der Genehmigung der Sitzungsniederschrift und der Bekanntgabe der Beschlüsse aus der letzten nicht-öffentlichen Sitzung berichtete Bürgermeister Helmut Priller zunächst von einer Spende der Familie Schneider zugunsten einer Schule in Kenia. Diese Spende ermöglichte die Errichtung eines Klassenzimmers und die Anstellung zweier Lehrkräfte. Weitere Informationen zum Projekt „Home of Smile“ auf der Website des gleichnamigen Vereins: https://www.homeofsmile.de

Um zukünftig besser gegen Hochwasser und Überflutung nach Starkregenereignissen gewappnet zu sein, wurde das Planungsbüro für Landschaftsarchitektur Ruhland beauftragt, die planerischen Arbeiten für Rückhaltemaßnahmen entlang Flitzinger Baches wieder aufzunehmen. Hierbei kann auf Planungsunterlagen aus dem Jahre 2012 zurückgegriffen werden, die seither noch nicht umgesetzt wurden. Unter Einbeziehung von Wasserwirtschaftsamt und Naturschutzbehörde werden fünf Maßnahmen zwischen Osterimbach und Kieswerk planerisch vorbereitet und nach Fertigstellung den zuständigen Gremien zur Entscheidung vorgelegt. [Anmerkung: Siehe hierzu auch das Positionspapier der UBZ]

Durch eine Auflage des Wasserwirtschaftsamtes muss die Gemeinde Zolling bis Ende Juli 2022 ein Kataster aller „indirekten Einleiter“ in die örtliche Kanalisation erstellen. Dazu gehören zum Beispiel Gewerbe mit Öl- oder Fettabscheider. Es wird der Bestand ebenso erfasst wir die Funktionstüchtigkeit der Anlagen. Dies dient der Absicherung der Kläranlage gegen umweltschädliche Einleitungen.

Schliesslich berichtete der Bürgermeister über den Sachstand bezüglich Dirtpark/Pumptrack. Da die Anlage nun kleiner geplant wird als ursprünglich einmal diskutiert, erscheint eine Verschiebung in Richtung Westen näher an die Windschutzhecke zweckmäßig. Dadurch entsteht mehr Platz in Ufernähe, welcher später einmal zum Beispiel als weitere Spielfläche zur Verfügung steht.
Da beim Bau der Anlage nicht tiefer als Pflugtiefe gearbeitet wird ist der Denkmalschutz nicht betroffen. Eine archäologische Untersuchung entfällt. Da es sich um eine Freizeitanlage handelt ist eine förmliche Baugenehmigung nicht nötig. Der Erholungsflächenverein hat sich hinsichtlich einer möglichen Förderung noch nicht zurückgemeldet. Gemeinderat Karl Toth merkte an, dass die Frage nach staatlichen Zuschüssen noch nicht abschließend geklärt ist und auch noch kein formeller Beschluss des Gemeinderates zum tatsächlichen Bau vorliegt. Dieses wird nun für die kommende Sitzung im Januar ins Auge gefasst.

Anschließend wurden die Sieger des Fotowettbewerbes „Amperperlen“ ausgezeichnet. Der aus den Siegerbildern zusammengestellte Jahreskalender 2022 ist unter anderem im Rathaus, bei Schreibwaren Koppe, Metzgerei Karl, Edeka Westerfeld und im Kindergarten Kleine Strolche für 7 EUR erhältlich.

Im Zuge der Ausarbeitungen zum Bebauungs- und Grünordnungsplan Gewerbegebiet Harland wurden um die 100 Träger öffentlichen Belange angeschrieben, von denen sich 28 mit Einwendungen oder Anregungen zurückgemeldet haben. Diese Hinweise wurden in die Pläne eingearbeitet. Die auf dem Gelände geplante Straße wird öffentlich sein. Durch die Verlegung der Stromtrasse kann die freiwerdende Fläche überbaut werden. Für Kratzerimbach ist keine Lärmbelästigung zu erwarten, da laut Planung auch Betriebsleiterwohnung möglich sind, wodurch dadurch bereits die Immissionen gering ausfallen. Der Bau einer Abbiegespur auf der B 310 kann zur Folge haben, dass der Bereich geschwindigkeitsbeschränkt wird. Dies ist allerdings Aufgabe der zuständigen Verkehrsbehörden und nicht der Gemeinde.

Als nächstes hat der Gemeinderat beschlossen, die archäologischen Funde vom Gewerbegebiet Ost dem archäologischen Depot des Landratsamtes zur sachgemäßen Aufbewahrung zu übergeben. Der Vortrag der Kreisarchäologin Frau Hurka über die Funde musste krankheitsbedingt entfallen und wird im Januar nachgeholt.

Sehr ausgiebig wurde über ein Bauvorhaben in Palzing, Mühlbachstraße diskutiert. Weniger über den Vorbescheid als solchen, sondern über den mit dem geplanten Bau zusammenhängenden Wegfall von Stellplätzen auf dem Grundstück eines Nachbarn. Bei einer Grundstücksteilung in den 80er Jahren wurde versäumt eine entsprechende Dienstbarkeit einzutragen, womit besagter Nachbar nun nicht mehr die benötigte Anzahl von Stellplätzen nachweisen kann.

Nach der Behandlung einiger Baugenehmigungen und Vergabe von Fliesen- und Malerarbeiten am sanierten Hochbehälter hat der Gemeinderat die Jahresrechnung 2020 festgestellt und Entlastung erteilt.

Anschließend wurde förmlicher Beschluss gefasst über die Förderung der Jugendarbeit aus dem Erlös des Testzentrums, über die Förderung des Stadtradelns 2022 und über die Zukunft der Bürgerzeitschrift Zollo.

Als letzter Ordnungspunkt wurden der neue Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Zolling Wolfgang Westermeier und sein Stellvertreter Martin Dauer bestellt. Beide wurden zuvor bereits am 26.11. von den aktiven Feuerwehrlern gewählt. Die Zustimmung des Kreisbrandrates gilt als Formsache.

Unter dem Punkt „Anfragen und Anregungen“ wurde berichtet, dass z.B. die Ausfahrt aus der St. Jakob Straße teils schwierig sei, weil vorbeifahrende Fahrzeuge die im Ortsgebiet vorherrschende rechts vor links Regelung missachten. Lösung könnte eine zusätzliche Beschilderung oder eine hinweisende Bemalung der Straße sein.

Am Ende des öffentlichen Teils ließ der Bürgermeister das vergangene Jahr kurz Revue passieren. Er bedauerte, dass coronabedingt vieles nicht mit der gewünschten Geschwindigkeit hat umgesetzt werden können, weil nicht unerhebliche Kräfte durch ständige Umplanungen gebunden waren. Gleichwohl hat die Arbeit mit den Gemeinderäten großen Spaß gemacht. Mit guten Wünschen auch an die Zuschauer schloss der Bürgermeister den öffentlichen Teil.