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Bundestagswahl 2021: Entscheidungshilfen für Erstwähler und generell Interessierte

Die amtlichen Wahlbenachrichtigungen werden dieser Tage zugestellt. Auch wenn Sonntag 26.9. der eigentliche Wahltag ist, so kann doch ab sofort per Briefwahl gewählt werden. Höchste Zeit also, sich Gedanken zu machen, wem man seine Stimme geben will. Nur, wer hat schon Zeit, sich durch alle Wahlprogramme zu lesen oder laufend der politischen Diskussion zu folgen? Hilfe im Dschungel der Informationen bieten unter anderem Wahl-O-Mat, WahlSwiper oder DeinWal.de.

Wahl-O-Mat (auch als App verfügbar)
Der Wahl-O-Mat ist das älteste und bekannteste der drei hier vorgestellten Tool. Er wird seit 2002 von der Bundeszentrale für politische Bildung angeboten.

Nacheinander werden nacheinander 38 politischen Thesen eingeblendet, z.B.: “Der für das Jahr 2038 geplante Ausstieg aus der Kohleverstromung soll vorgezogen werden.” Diese bewertet man mit “Stimme zu”, “Neutral” oder ” Stimme nicht zu”. Die eigene Bewertung wird mit den autorisierten Antworten der Parteien verglichen. Am Ende erhält man ein Diagramm, das zeigt, mit welcher Partei man am meisten übereinstimmt.

Die Antworten der Parteien speisen sich aus deren Programmen, bilden also Vorhaben oder Versprechen ab.

WahlSwiper (auch als App verfügbar)
Auch bei WahlSwiper vergleicht man seine Meinung mit den Antworten der Parteien auf hier 36 Thesen, inhaltlich also ähnlich dem Wahl-O-Mat. Allerdings gibt es zu jeder These ein Erklärvideo, bei dem Sachverhalt kurz erläutert wird. Man hat die Möglichkeit Ja oder Nein zu wählen, bzw. links/rechts zu wischen. WahlSwiper gibt es seit 2019.

DeinWal.de
Anders DeinWal, welches seit 2017 existiert. Das Tool baut nicht auf den Programmen der Parteien auf, sondern auf deren tatsächlichen Abstimmungsverhalten von Parteien. Vorteil: Es wird also nicht das Versprechen bewertet, denn versprechen kann man viel, sondern das tatsächliche Verhalten. Nachteil: Es stehen nur die Parteien zur Wahl, die bereits im Parlament vertreten sind.

Weitere Informationen zu den genannten und weiteren Tools: https://de.wikipedia.org/wiki/Voting_advice_application

Für Erstwähler und andere Interessiert haben wir hier und hier weitere Hinweise zusammengestellt.

Bundestagswahl 2021: Wahlgrundsätze und Informationen für Wahlhelfende

Entsprechend Artikel 38 und 39 des Grundgesetzes werden die Abgeordneten des Bundestages alle vier Jahre in allgemeiner, unmittelbarer, freier, gleicher und geheimer Wahl gewählt.

  • allgemein = Alle Deutsche ab 18 Jahre dürfen wählen.
  • unmittelbar = Die Wahl erfolgt direkt, d.h. ohne zwischengeschaltete Wahlmänner oder Wahlfrauen statt.
  • frei = Die Wahl darf nicht beeinflusst werden, sondern jede*r Bürger*in entscheidet frei.
  • gleich = Jede Stimme zählt gleich viel.
  • geheim = Die Wahl findet unbeobachtet in einer Wahlkabine statt.

Siehe dazu auch das Video von mitmischen.de, dem Jugendportal des Deutschen Bundestages an: Einfach erklärt: Wie funktioniert die Bundestagswahl?
https://www.youtube.com/watch?v=QwUHZSTP5i4 (Dauer: 5:38)

Für den ordnungsgemäßen Ablauf der Wahl und für die ordnungsgemäße Auszählung der abgegebenen Stimmen sorgt vor Ort der Wahlvorstand und die Wahlhelfenden.

Die UBZ gibt sich eine neue Satzung

Auf der diesjährigen Jahreshauptversammlung am 30.7.2021 hat sich die UBZ nach intensiver Vorbereitung und eingehender Besprechung eine neue Satzung gegeben. Diese führt das Bewährte der bisherigen Satzung fort, ergänzt um einige Neuerungen:

  • Präzisierung des Vereinsziele: Nachhaltige Entwicklung der Gemeinde Zolling hinsichtlich ökonomischer, ökologischer und sozialer Ziele
  • Wille zur kommunalpolitischen Mitwirkung des Vereins auch zwischen den Wahlen
  • Mitgliedschaft ab 16 Jahre, Entkopplung vom Zwang zur kommunalen Wahlfähigkeit
  • Streben nach Geschlechterparität satzungsmäßig verankert
  • Option einer gleichberechtigten Doppelspitze
  • Intensivierte Zusammenarbeit zwischen Verein, Arbeitsgruppen und Mitgliedern des Gemeinderates
  • Möglichkeit von Online-Versammlungen und Online-Wahlen
  • Vereinsfarben gelb und blau entsprechend der Farben der Gemeinde Zolling

Die neue Satzung ist hier nachzulesen.

Bericht von der Gemeinderatssitzung am 20.7.2021

Die Tagesordnung der 16. Sitzung des Gemeinderates war vollgepackt, weswegen der Bericht des Bürgermeisters dieses Mal nur einige Themen streifte.

Aufgrund kürzlicher Vorfälle zitierte Bürgermeister Helmut Priller aus der bestehenden Hundehaltungsverordnung. Neben der Anleinpflicht für große Hunde innerorts ist außerorts Freilauf möglich, vorausgesetzt dass der Hund stets unter Kontrolle des Hundeführers steht und damit jegliche Gefährdung, Schädigung oder Belästigung ausgeschlossen ist. Übergriffe mögen dem Ordnungsamt (Frau Völz) gemeldet werden. In der kommenden Ausgabe des Zollo soll auf das Thema nochmals ausführlich eingegangen werden.

Nach der Vorstellung einer Reihe von Bauanträgen aus der laufenden Verwaltung wurde von den Bauleitplanung benachbarter Gemeinde berichtet, gegen die allesamt keine Einwände erhoben wurden.

Interessant wurde es bei der Vorstellung des Bebauungs- und Grünordnungsplanes im Gewerbegebiet Harland. Hinter der vorhandenen Ziegelei ist ein Betonmisch- und -fertigteilwerk geplant, zudem ist Platz für eine Grüngutablagestelle als Ersatz für den jetzigen Standort Gerlhausen. Die Nutzung einer vierten Teilfläche ist noch offen. Im Zuge der Neugestaltung des Gebietes ist eine Anpassung des Flächennutzungsplanes vorgesehen, konkret eine Erweiterung der Vorrangfläche zum Abbau von Lehm. Die über das Gelände führende 20kV Leitung muss geeignet verlegt werden. Durch die geplanten Neubauten wird eine nicht unerhebliche Fläche versiegelt. Ausgleichsflächen finden sich in unmittelbarer Nähe. Anfallendes Niederschlagswasser wird auf bestehender Fläche versickert bzw. über Vorfluter abgeleitet.

Im Anschluss wurde eine Reihe von Bauanträgen behandelt, die mit einer Ausnahme allesamt positiv beschieden wurden.

Nachdem die bisher praktizierte Beförderung der Kindergartenkinder im Schulbus ohne Begleitperson und geeigneten Rückhaltemöglichkeiten in einem Schulbus nicht länger möglich ist, hat die Verwaltung nach Alternativen gesucht. Hierzu wurden auch die eventuell betroffenen Eltern befragt. Favorisiert wurde letztlich eine Lösung, die die Einstellung einer 450EUR Kraft als Begleitung vorsieht insofern das Busunternehmen diesem zustimmt.

Die Ökomodellregion Kulturraum Ampertal wurde 2019 eingerichtet, um die ökologische Land- und Lebensmittelwirtschaft in der Region weiterzuentwickeln. Das Land Bayern fördert die zugehörigen Personalstelle mit 75%, der Rest ist von den Mitgliedsgemeinden zu tragen. Die Gemeinderäte haben beschlossen, die Initiative weiter zu fördern, jedoch auch einen Bericht über das bisher Erreichte und zukünftig Geplante angemahnt. Hierzu sollen die zuständigen Mitarbeiter*innen in eine der kommenden Gemeinderatssitzungen eingeladen werden.

Zur Umsetzung der EG-Umgebungslärmrichtline und der zugehörigen Lärmaktionsplanung wurde die Gemeinde um Stellungnahme gebeten. Auch wenn das Nachflugkontingent in 2019 (also vor Corona) nur zu gut 70% ausgenutzt wurde, gibt es am Flughafen München doch kein Nachtflugverbot wie andernorts üblich, sondern lediglich ein Kontingent. Verschiedene Maßnahmen können helfen, die Zahl der Nachtflüge oder die Lautstärke der eingesetzten Maschinen zu reduzieren. Auch drängt die Gemeinde auf die Aufhebung des Planfeststellungsbeschlusses zum Bau der dritten Startbahn.

Für die Bundestagswahl 2021 an 26. September wurde ein einheitliches Erfrischungsgeld in Höhe von 30EUR für alle Wahlhelfer beschlossen.

Heftig diskutiert wurde die Anschaffung von Luftfilteranlagen für Kinderkrippe, -garten und -hort. Dieser Punkt wurde wegen der gebotenen Eile nachträglich auf die Tagesordnung genommen. Überwiegender Tenor war, dass man von der Sinnhaftigkeit der Maßnahme nicht überzeugt ist und sich von der Staatsregierung unter Druck gesetzt fühlt, dem Kauf dennoch zuzustimmen.
Als Kritik wurde unter anderem genannt: Zwar ist die maximale Förderhöhe bekannt, es fehlen jedoch noch eine Reihe von Ausführungsbestimmungen ohne die nicht sicher die richtige Anlage beschafft werden kann. Die Auswirkungen des dauerhaften Brummtons sind nicht bekannt. Falls störend empfunden, würden die Anlagen nicht einfach abgeschaltet und dann nutzlos herumstehen? Wenn ständig alle Luft gefiltert wird, welche Auswirkungen hat dies auf die Entwicklung aus das Immunsystem der Kinder? Es ist nicht sicher, dass Schulen mit Lüftungsanlagen bei vorhersehbar auftretenden Corona-Fällen in der Schule geöffnet bleiben dürfen oder man trotzdem wieder in Wechselunterricht oder Homeschooling gehen muss. Wären mehrere kleine Filter im Raum verteilt nicht besser als eine große Anlage, da so nicht die gesamte Raumluft pro Stunde mehrfach durch das gesamte Klassenzimmer transportiert werden müsste? Die Räume sind verschieden, müssen da nicht auch die Filteranlagen verschieden sein? In welchem Zyklus müssen die Filter austauscht werden und wer kann dies tun?
Nach ausführlicher Diskussion hat man der Anschaffung aufgrund des erwarteten öffentlichen Drucks schließlich zugestimmt, verbunden mit der Auflage einer raumscharfen Planung der Anlagen.
Siehe dazu auch den Bericht des Freisinger Tagblatts vom 21.7.

Zum Schluss wurde angeregt, für die Flutopfer zu spenden. Hierzu wurde ein Betrag von rund 10.000 EUR aus den Einnahmen des Testzentrums ins Auge gefasst. Dies entspricht etwa 30% des insgesamt erwirtschafteten Betrages, der ursprünglich zur Gänze zur Förderung der Jugendarbeit der Sportvereine vorgesehen war. Die Verwaltung soll Vorschläge machen, wem am sinnvollsten zu spenden sei.

Auch wurde angeregt, die Fördermöglichkeiten der ILE weiter bekannt zu machen.

 

Bericht von der Schulverbandsversammlung vom 12.7.2021

Nach der Genehmigung der Beschlüsse der Sitzungsniederschrift vom 14.12.2020 und der Bekanntgabe der gefassten Beschlüsse berichtete der Vorsitzende des Schulverbandes Helmut Priller:

  • Im Zuge der Digitalisierungsmaßnahmen wurden unter anderem weitere Lehrerdienstgeräte und Leihgeräte für Schuler angeschafft.
  • Der Hartplatz nördlich der Dreifachturnhalle wird nicht vollständig saniert, sondern nur ausgebessert. Grund ist, dass bei etwaiger Einrichtung einer Ganztagsschule aufgrund des dann größeren Platzbedarfes die Fläche möglicherweise erweitert werden muss.
  • An verschiedenen Stellen der Schule wird an verschiedenen Stellen für die Dauer von vier Wochen 24/7 die Temperatur gemessen. Diese Datenerhebung dient der informierten Entscheidungsfindung hinsichtlich etwaiger aktiver oder passive Wärmeschutzmaßnahmen.
  • Testweise wurde eine Luftfilteranlage aufgestellt. Grundsätzlich ist der Schulverband bereits alle Klassenzimmer auszustatten, allerdings sind hierfür noch eine Reihe von Ausführungsbestimmungen (technische Spezifikation, Ausschreibungsmodalitäten) von den zuständigen Behörden zu erlassen. Auf Grundlage der bislang bekannten Vorgaben ist es nicht abgesichert möglich, Ausgaben in Höhe von rund 120.000EUR zu tätigen. Zur Verabschiedung eines Nachtragshaushaltes werden sich die Vertreter des Schulverbandes zu einer außerordentlichen Sitzung im Sommer treffen. In Zolling wären rund 70 Zimmer betroffen, bayernweit rund 110.000. Das Land Bayern fördert die Anschaffung von Luftfiltern mit einem Zuschuss von 50% der Kosten und einem Gesamtbetrag von 400 Millionen EUR.
  • Die Busverbindungen nach Oberappersdorf und Oftlfing müssen neu ausgeschrieben und bis Schuljahresbeginn neu vergeben werden, da der derzeit tätigen Unternehmer seinen Vertrag fristgereicht gekündigt hat.

Weitere Themen im öffentlichen Teil der Sitzung waren:

  • Die Jahresrechnung 2020 wurde festgestellt und der Vorstand entlastet.
  • Der Finanzplan 2019 – 2024 wurde nachträglich in Ergänzung zum bereits verabschiedeten Haushaltsplan beschlossen.
  • Der Schulverband schließt sich der Bündelausschreibung durch die Kubus GmbH zur gemeinsamen Strombeschaffung für die Jahre 2023 – 2025 der Mitgliedsgemeinden an.
  • Für die Monate Januar bis Mai wird erst bei einer Nutzung der Mittagsbetreuung von mehr als 5 Tagen ein Beitrag von 5EUR täglich fällig, darunter entfällt der Beitrag. Dies entspricht den Beschlüssen der Mitgliedsgemeinden hinsichtlich Krippe und Kindergarten.

Im öffentlichen Teil berichtet abschließend der Schulleiter Thomas Dittmeyer aus der Schule:

  • Dank an die Verwaltung für die unbürokratische testweise Aufstellung der Luftfilteranlage.
  • Es gab in den letzten Monaten keine corona-bedingten Ausfälle.
  • Der Glasfaseranschluss der Schule ist gelegt, jedoch noch nicht freigeschalten. Dies ist erforderlich um den Schulserver iServ bestmöglich zu nutzen.
  • Die Personaldecke an Grund- und insbesondere Mittelschule ist sehr eng, daher kann eine Zusammenlegung von Klassen nicht ausgeschlossen werden. In anderen Schulen des Landkreises wird bereits mit Klassengrößen bis 32 Schülerinnen und Schülern geplant.

Bericht von der Gemeinderatssitzung 20.4.2021

Die 13. Sitzung des Zollinger Gemeinderates fand statt am 20.4.2021. Da der Gemeinderat coronabedingt im Bürgerhaus tagt, hatten vor Beginn der Sitzung alle Gemeinderäte und Besucher die Möglichkeit, das im gleichen befindliche Testzentrum zu nutzen und sich testen zu lassen.

Nach der Bestätigung der Protokolle der beiden letzten Gemeinderatssitzung gab Bürgermeister Priller seinen Bericht. Dabei führt er unter anderen aus:

  • Die Klärschlammtrockungsanlage am Kraftwerk Anglberg hat ihren Probebetrieb aufgenommen und testet gezielt verschiedene Betriebsmodi. Derzeit läuft die Anlage störungsfrei und so ist zu erwarten, dass die Anlage bald in den Regelbetrieb überführt werden wird.
  • Das Corona-Schnelltest-Zentrum https://schnelltestzentrum-zolling.de/ hat derzeit rund 18 Stunden pro Woche geöffnet. Dank der Unterstützung freiwilliger Helfer*innen können nunmehr sogar rund 5 Personen je Viertelstunde getestet werden. Damit können rund 500 Tests je Woche angeboten werden. Derzeit gibt es Überlegungen das Testzentrum zu einem Impfzentrum auszubauen. Staatsminister Dr. Florian Herrmann hat seinen Besuch im Testzentrum für Mitte Mai angekündigt.

Im öffentlichen Teil der Sitzung wurden desweiteren behandelt:

Zunächst stellte Frau Glatt die Ergebnisse ihrer Masterarbeit zum Thema ‘Bauen auf dem Land’ vor. Sie führt aus, dass die typische Bebauung an den Ortsrändern mit Einfamilienhäusern weder ökonomisch noch ökologisch nachhaltig ist. Eine solche Bebauung entspricht den Vorstellungen einer autogerechten Stadt und kommt dem Bedürfnis nach Individualität entgegen, schafft jedoch keine Atmosphäre zum Wohlfühlen. Dörfliche Strukturen hingegen zeichnen sich aus durch variable Dichte der Bebauung, Wechsel in Höhe und Breite, keine rechtwinklige Ausrichtung verschieden genutzter Gebäude zueinander und Strukturierung durch Schwellen und Wege. Zwar sind alle Häuser gegendtypisch gebaut, gleichzeitig hat jedes seinen individuellen Charakter. Autos sind Gäste im Fußgängerbereich. Höfe sind gemeinschaftlich genutzte Erfahrungsräume. Erreicht werden kann eine solche einladende und verbindende dörflich Struktur unter anderem durch folgenden Maßnahmen: Spiel mit Weite und Enge; Zulassung engerer Bauweise z.B. zu den Seiten hin; Integration von nicht-störenden Gewerbe; Abhebung der Priorität des Autoverkehrs – Straßen den Menschen (zurück)geben; Schaffung von Wohnraum durch die Gemeinde; Gestaltungsleitfaden entwickeln für Garagen und Schuppen oder Einfriedungen und Zäunen als form- und strukturgebende Elemente in einem Gesamtkonzept.

Im Anschluss stellten Herr Fahnberg und Frau Richter die Beratungsfirma INGEVOST (Ingenieurbüro für Verkehrsuntersuchungen im Orts- und Stadtbereich https://ingevost.de) vor. Der Fokus und die Expertise von INGEVOST liegen in der städtebaulich integrierten Verkehrsplanung. Ein erstes Projekt soll die Entwicklung der Heilmeierstraße hinsichtlich Schulwegsicherheit sein – unter Berücksichtigung der legitimen Bedürfnisse der Anwohner. Angeregt wurde die Einrichtung eines begleitenden Arbeitskreises. Eine breite und vielgestaltige Bürgerbeteiligung hat sich auch bei den exemplarisch vorgestellten Projekten in Burghausen, Gräfelfing, Langquaid, Ebergberg und dem Würmtal bewährt.

Nach der Behandlung verschiedener Bauanträge wurde über die Möglichkeit von hybriden Gemeinderatssitzung (sprich der Ton-Bild-Übertragung) abschlägig entschieden.

Ebenfalls abgelehnt wurde der Antrag von Anwohnern das ‘Kirchwegerl’ zwischen Rotnpeck- und Roiderstraße einzuziehen. Die Widmung zum Eigentümerweg wurde im Juni 1988 ‘unwiderruflich’ vollzogen. Der Weg hat seither seine Bedeutung im gemeindlichen Fußwegesystem, die auch weiterhin als nicht überflüssig festgestellt wurde.

Unter Punkt Verschiedenes wurde neben einer Verkehrssicherungsmaßnahme am Wendehammer Pfarranger unter anderem angeregt, das Ostufer des Anglberger Weihers zu entschlammen. Der Zustand des Sees wird in den kommenden Tagen im Rahmen einer Betauchung festgestellt, so Bürgermeister Priller.

Manuela Flohr hat desweiteren auf das 1000-jährige Gründungsjubiläum von Thann im Jahr 2024 hingewiesen.

(Stephan Griebel)

Bericht von der Gemeinderatssitzung 30.3.2021

Die schiere Anzahl der neu angeschobenen Projekte fordert ihren Tribut. Deshalb hat Bürgermeister Helmut Priller am vergangenen Dienstag 30.3.2021 zu einer Sondersitzung des Gemeinderates eingeladen.

Bücherei

Den Auftakt machten Frau Funk und Frau Durst von der Bücherei Zolling. Sie berichteten was in den letzten Wochen erreicht wurde und was für die Zukunft geplant ist. So wurde der Bücherbestand unter anderem hinsichtlich neuer Rechtschreibung, sachlicher Richtigkeit und Ansehnlichkeit durchforstet, was insbesondere bei Kinder- und Sachbüchern wichtig ist. Auch wurde der Bestand neu sortiert und wird anders präsentiert, unter anderem durch ein wechselnd dekoriertes Schaufenster. Man hat auch entschieden sich dem Michaelsbund bei der Online-Ausleihe anzuschließen vor allem wegen des besonders breit gefächerten Programms.
Als eines der zahlreichen, geplanten Zukunftsprojekte wird das Team der Bücherei den von der ILE Ampertal bezuschussten Bücherschrank mit betreuen.

Dirtpark

Im Anschluss stellten Herr Specht, Geschäftsführer der Firma Radquartier  und sein aus Zolling stammender Projekt- und Bauleiter Herr Moratz, den geplanten Dirtpark mit Pumptrack und Kidspumptrack vor. Fachkundig beantworteten sie die Fragen der Gemeinderäte nach Bauumfang, Baumaterial, Größe der Anlage, Unterhaltskosten, Nutzung vergleichbarer Anlagen, Angliederung an Verein, Anziehungskraft auf Nicht-Zollinger und daraus resultierte notwenige Parkplatzerweiterung, Umplanung der geschlossenen Duschanlage, Ausschreibung und vieles weiters mehr. Zu anderen Punkten wie Naturschutz (geplante Anlage liegt in Landschaftsschutzgebiet oder Denkmalschutz (im geplanten Gebiet liegen archäologische Bodendenkmäler) gab Bürgermeister Priller Auskunft. Auch wenn die Kosten von 249.000 EUR nicht wenig sind, beschloss der Gemeinderat doch das Projekt weiter zu verfolgen.

Bedarf an vorschulischer Kinderbetreuung

Es folgten Herr Rindsfüßer und Frau Streit von der Firma SAGS – Institut für sozialplanung, Jugend- und Altenhilfe, Gesundheitsforschung und Statistik.
Herr Rindsfüßer stellte die Ergebnisse einer demographischen Untersuchung vor, welche insbesondere im Hinblick auf den zukünftigen Bedarf an Krippen- und Kindergartenplätzen ausgerichtet war. Wesentliche Einflussfaktoren sind Geburtenrate und Wanderung. Trotz Zuzug in erwartbare Neubaugebiete und damit wachsender Gesamtbevölkerung ist in den kommenden Jahren kein erheblicher Mehrbedarf zu erwarten, andererseits können jederzeit Spitzen auftreten, für die kurzfristig Platz geschaffen werden müsste. Aktuell steht die Erweiterung um eine weitere Krippengruppe zur Diskussion. Ganz anders sieht die Situation aus, sollte sich der Betreuungsschlüssel ändern, dann müsste die Planung überarbeitet werden.

PV Anlage auf dem Rathaus

Der Gemeinderat hat die Errichtung einer PV Anlage auf der Südseite des alten Rathauses beschlossen. Bei der geplanten PV-Anlage auf der Westseite des neuen Rathauses gibt es noch Fragen zur technischen Realisierbarkeit aufgrund der derzeitigen Dachverkleidung. Nach Klärung der Fragen wird sich der Gemeinderat erneut mit dem Thema befassen.

Corona-Schnelltestzentrum

Am Ende des öffentlichen Teils informierte Bürgermeister Priller noch über das neu eingerichtete Corona-Schnelltestzentrum. Es ist fertig eingerichtet, die Generalprobe wurde erfolgreich bestanden und Termine können online gebucht werden. Derzeit werden noch Helfer*innen für die Annahme gesucht.
Weitere Informationen und Anmeldung: https://schnelltestzentrum-zolling.de/

(Stephan Griebel)

1. April 1971: Palzing wird eingemeindet

Palzing von der Amperkorrektur (Kartenausschnitt um 1905)

Wäre es nach den Vorstellungen des Landratsamtes gegangen, so würde Palzing heute zu Kirchdorf gehören. Doch die Palzinger entschieden sich in einer geheimen Abstimmung am 17.1.1971 mit einer vier fünftel Mehrheit für einen Anschluss an die Gemeinde Zolling.  

Die Entscheidung für Zolling war weniger offensichtlich als es in Anglberg der Fall gewesen war. Entsprechend groß, so wird berichtet, war der Diskussionsbedarf am Stammtisch in der zwischenzeitlich leider aufgegebenen Wirtschaft Grepmair. Gehörte Anglberg bereits zur Pfarrei Zolling und gingen auch die Kinder bereits in die Zollinger Schule, so war die Ausgangslage in Palzing doch ganz anders. 

Da wäre zum einen die Zugehörigkeit der Filialkirche St. Georg zur Pfarrei Kirchdorf. Seit mindestens 1315 besteht diese Zugehörigkeit unverändert bis heute. Palzing ist also ein Beispiel, dass Kirchengemeinde und politische Gemeinde nicht deckungsgleich sein müssen.

Seit der Schließung der eigenen Palzinger Schule 1969 gingen die Kinder der Klassen 1 bis 6 in Kirchdorf zur Schule, die Klassen 7 bis 9 gar nach Allershausen. 1973 wechseln die Hauptschüler nach Zolling. Beim Antrag auf Schulsprengeländerung 1983 gingen die Palzinger Kinder bereits in den Zollinger Kindergarten. Es sollte bis 1989 dauern, bis auch die Grund- und Teilhauptschüler an die Schule Zolling wechseln sollten.

Zu guter Letzt sei noch die seinerzeitige sportliche Konkurrenz von SVA Palzing und SpVgg Zolling erwähnt. Doch auch hier hat sich vieles getan. So ist die Zusammenarbeit auf Jugendebene eine echte Erfolgsgeschichte.

Mit 635 Einwohnern (Stand: 31.12.2020) ist Palzing der drittgrößte Ortsteil der Gemeinde Zolling, fast gleichauf mit Oberappersdorf. Die Gemarkung Palzing beherbergt ein besonderes Schatzkästlein: Im Zuge der Begradigung der Amper zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurden viele Schleifen der bis dahin weit mäandrierenden Amper vom heutigen Flussbett abgeschnitten. 1986 wurden die so entstandenen Altwasser und anliegendes Moos zum Naturschutzgebiet Amperauen mit Altwasser bei Palzing erhoben. Mit rund 64 ha Fläche hat Palzing damit ein herausragendes und besonders schützenwertes Stück Natur nach Zolling eingebracht.

Palzing 807 – 2007 – Titelseite der Chronik

Quellen: Georg Völkl, Michael Völkl Jun., Mathias Westermeier: Palzing 807 – 2007, Eine Chronik zur 1200 jährigen urkundlichen Erwähnung, herausgegeben von der Dorfgemeinschaft Palzing; eigene Recherchen

Nummer gegen Kummer

Liebe Mitbürgerin, lieber Mitbürger,

die Corona-Pandemie ist für viele Menschen eine große psychische Belastung. Zu eingeschränkten sozialen Kontakten und möglichen Konflikten zu Hause kommen häufig Fragen, wie es mit dem eigenen Job und der Familie weitergeht. Weihnachten heuer mitunter  nicht so verbringen zu können, wie man es sich gerne wünscht, ist eine weitere Herausforderungen, der nicht jede und nicht jeder gewachsen ist.

Unsere Bitte an Sie:

  • Achten Sie auf Ihre Nachbarn, Freunde und Verwandte. Bieten Sie Hilfe und ein offenes Ohr an.
  • Achten Sie vor allem auch auf sich selbst. Achten Sie auf Ihre Gefühle, hören Sie auf Ihren Körper und vertrauen Sie sich einer Bezugsperson an.
  • Wenn Sie gar nicht mehr weiter wissen, rufen Sie an. 24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche.
110 Notruf
112 Rettungsdienst/ Feuerwehr
0800 111 0 111 Telefonseelsorge
116 111 Nummer gegen Kummer, Kinder und Jugendtelefon
08000 116 016 Gewalt gegen Frauen
0800 123 99 00 Gewalt gegen Männer

Weitere Telefonnummern und Informationen: https://bayern-gegen-gewalt.de/

Bitte geben Sie diese Information auch an Menschen weiter, die diese Nachricht vielleicht nicht bekommen haben.

Wir wünschen Ihnen eine frohe und gesegnete Advents- und Weihnachtszeit und einen guten Start ins neue Jahr.

Ihre UBZ

Frohe Weihnacht & Guten Rutsch

Liebe Freundinnen und Freunde,

ein politisch erfolgreiches Jahr, aber auch ein Jahr voller Unwägbarkeiten für jeden Einzelnen von uns geht zu Ende. Ein Jahr, dass Pläne oft genug über den Haufen warf. Ein Jahr, in dem das Genießen des Augenblicks Gebot der Stunde wurde. Mal sehen, welche Überraschungen das kommende Jahr für uns bereithält.

Wir wünschen Euch eine frohe Weihnacht, einen guten Rutsch, viel Liebe, Glück und Gesundheit.

Bleibt stets frohen Mutes!

Stephan & Julia